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Synchronschwimmen in Hessen – Klassische Werte, zeitgemäßer Spitzensport

 Deutsche Meister 2025

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Synchronschwimmen hatte seinen Durchbruch in Deutschland in den 1950er-Jahren und zählt seit 1984 zu den olympischen Disziplinen. In den vergangenen Jahren hat sich diese Sportart grundlegend gewandelt. International tritt sie inzwischen unter dem Namen Artistic Swimming auf, wobei der athletische und künstlerische Anspruch deutlich gestiegen ist. Die Küren sind schnell, ausdrucksstark und beinhalten sowohl sportakrobatische Elemente als auch perfekt, sehr hoch und synchron ausgeführte Übungen. Die Aktiven müssen über eine hohe Kondition, ausgezeichnete Körperkontrolle, Musikgefühl und Ausdrucksstärke verfügen.
 

Im Hessischen Schwimm-Verband gibt es drei Vereine, in denen Synchronschwimmen trainiert wird und Kinder diese Sportart erlernen können. Der Erste Sodener Schwimm-Club verfügt in allen Altersklassen über sehr aktive und vor allem erfolgreiche Wettkampfmannschaften. Der Verein ist nicht nur auf hessischer Ebene, sondern auch überregional bei allen Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften regelmäßig vertreten.
 

Die Mannschaften des SC Wasserfreunde Fulda haben sich in den letzten Jahren unter der Leitung einer jungen Trainerin kontinuierlich weiterentwickelt und insbesondere im Nachwuchsbereich deutliche Fortschritte erzielt. Auch in den Jugendklassen starten die Aktiven erfolgreich bei Süddeutschen und Deutschen Altersklassenmeisterschaften.

Der MTV Urberach ist mit seiner Gruppe sehr engagiert im Nachwuchsbereich tätig und nimmt mit seinen Schwimmerinnen vor allem an hessischen Veranstaltungen sowie Nachwuchswettkämpfen teil.

Auch in der Mastersklasse sind die hessischen Vereine präsent und erfolgreich. Die Teams aus Bad Soden und Urberach sowie der Frankfurter Volleyballverein nehmen regelmäßig an den Deutschen Masters-Meisterschaften teil. Darüber hinaus starten hessische Aktive bei Europa- und Weltmeisterschaften der Masters sowie bei weiteren internationalen Wettbewerben.
 

Die Aktiven des hessischen D-Kaders werden von einer Landestrainerin sowie drei Vereinstrainerinnen auf überregionale Wettkämpfe und die Kadersichtungen von HSV und DSV vorbereitet. Hierzu werden regelmäßig Lehrgänge im Trainingszentrum des Hessischen Schwimm-Verbandes in der Sportschule des Landessportbundes Hessen in Frankfurt durchgeführt.
 

In der Vergangenheit gehörten immer wieder hessische Synchronschwimmerinnen den Bundeskadern des DSV an. Von 2015 bis 2018 war Lea Kittinger (Erster Sodener Schwimm-Club) als NK-1-Mitglied Teil der Jugendnationalmannschaft und vertrat damit auch den HSV bei den Jugendeuropameisterschaften in Tampere (FIN), den Jugendweltmeisterschaften in Budapest sowie bei den ersten European Games in Glasgow. Im vergangenen Jahr wurde Lea gemeinsam mit ihrer Partnerin Hanna Kinga Békési Deutsche Meisterin im Technischen Duett. Zudem gewann der Erste Sodener Schwimm-Club mit Lea Kittinger, Hanna Kinga Békési, Emily Hermann, Elena Fischer und Anika Langsteiner den Deutschen Meistertitel in der Freien Gruppe.
 

Aktuell sind mit Daniela Scherer und Shari Fee Pralat (beide Erster Sodener Schwimm-Club) erneut zwei junge, talentierte Sportlerinnen in den NK 2 nominiert, die diese erfolgreiche Entwicklung fortsetzen.

 

von: Annette Gäßler - Fachwartin HSV Synchronschwimmen