DJM Berlin 2026: Hofheimerin Hannah Schneider mit erneutem Titel-Hattrick über die Bruststrecken
Fünf Tage im Juni wurden in diesem Jahr von 33 hessischen Vereinen im Kalender geblockt. Diesen Zeitraum beanspruchte die jährliche Mammutveranstaltung in Berlin: Vom 09. bis zum 13.06. wurden dort die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2026 ausgetragen. Insgesamt 1.289 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 295 Vereinen hatten 4.347 Meldungen abgegeben. Darunter waren auch 49 weibliche und 61 männliche Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer aus Hessen, die für insgesamt 328 Meldungen sorgten.
Das größte hessische Aufgebot stellte die SG Frankfurt mit 23 Aktiven und 78 Meldungen. Der SC Wiesbaden war mit 16 Sportlerinnen und Sportlern sowie 54 Starts vertreten, der SCW Eschborn mit 14 Teilnehmenden und 42 Starts. Der DSW Darmstadt meldete seine siebenköpfige Delegation insgesamt 25-mal, die acht Schützlinge des Hofheimer SC traten 22-mal auf den Startblock.
Der von Dienstag bis Samstag dauernde Wettkampf war täglich in zwei Abschnitte unterteilt. Vormittags wurden die Vorläufe geschwommen, für die sich die besten Schwimmerinnen und Schwimmer der Jahrgänge 2008 bis 2012 qualifiziert hatten. In diesen Rennen konnten sich die jeweils acht Besten eines Jahrgangs für die entsprechenden Jahrgangsfinals qualifizieren, die im Nachmittagsabschnitt ausgetragen wurden.
Damit die knapp zwölf Stunden Wettkampf täglich in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark reibungslos durchgeführt werden konnten, sorgte auch das hervorragende Kampfgericht. Zu diesem wurden mit Joachim Bürger, Fritz Doliwa, Heiko Geis und Dominik Plampa sowie Verena Kranz als Sprecherin insgesamt fünf Hessinnen und Hessen eingeladen.
Die HSV-Leistungssportdirektorin Shila Sheth sowie die HSV-Landestrainer Ingolf Bender, Marco Koch und Ismet Sezgin schauten in der SSE nach ihren Schützlingen. Für das Wohlbefinden der hessischen Sportlerinnen und Sportler sorgte Physiotherapeutin Anja Haverkost. Auch Stefan Sonnenschein war in Berlin vor Ort und kümmerte sich um die Fotos und Social-Media-News des Hessischen Schwimmverbandes. Ebenfalls vor Ort war Uwe Hermann vom TV Wetzlar, der in seiner Funktion als Vorsitzender der DSV-Schwimmjugend unter anderem die Siegerehrungen durchführte.
Die wichtigsten hessischen Personen waren allerdings die Schwimmerinnen und Schwimmer selbst. Sie erschwammen bei den diesjährigen DJM insgesamt 89 Jahrgangsfinal-Teilnahmen. Daraus entstanden elf Jahrgangstitel, 15 zweite und 14 dritte Plätze.
Allen voran überzeugte Hannah Schneider vom Hofheimer SC. Die Brustspezialistin konnte – wie bereits in den vergangenen Jahren – den Titel-Hattrick in ihrer Paradelage feiern. Über 50 m Brust schwamm sie im Jahrgang 2008 in 32,25 Sekunden zu Gold. Über 100 m gelang ihr dies in 1:10,24 Minuten, über 200 m in 2:30,59 Minuten.
Ebenfalls über alle Bruststrecken erfolgreich war Taku Missel vom SCW Eschborn. Über 200 m Brust setzte er sich in einem knappen Rennen gegen den Frankfurter Jakob Küstermann durch und sicherte sich in 2:21,15 Minuten den ersten Platz. In diesem Rennen waren mit Alexander Wang vom SCW Eschborn und Frederik Raschke von der SG Frankfurt zwei weitere Hessen auf den Plätzen vier und fünf in den Top Five vertreten. Nach einem sehr spannenden Rennverlauf schlugen sie innerhalb von nur 1,15 Sekunden an der Zielmatte an. Taku Missel holte zusätzlich über 50 m und 100 m Brust jeweils Silber.
Jannes Schmidt vom SC Wiesbaden gewann im Jahrgang 2009 vier Medaillen. Nach Silber über 200 m Brust, 200 m Rücken und 200 m Lagen setzte der Allrounder über 400 m Lagen noch einen drauf und schlug nach 4:27,84 Minuten als Erster an. Damit sicherte er sich den Jahrgangstitel.
Einen kompletten Medaillensatz schnappten sich in Berlin Lilli Kramm von den Wasserfreunden Fulda sowie der Frankfurter Jeremy Mutwii Rieck. Lilli Kramm gelang dies im Jahrgang 2011 über die Rückenstrecken. Nach Platz zwei über 200 m und Platz drei über die Sprintdistanz 50 m hielt sie über 100 m Rücken in 1:04,61 Minuten ihre Konkurrentinnen in Schach und gewann. Zu dieser Konkurrenz gehörte auch Anastasija Wagner vom SV Delphin Wiesbaden, die in diesem Rennen Vierte wurde. Über 50 m Rücken überragte Anastasija jedoch und freute sich nach 29,71 Sekunden über die Goldmedaille. Über 200 m Rücken beendete sie das Rennen auf Platz drei.
Jeremy Mutwii Rieck wies im Jahrgang 2010 über 50 m Schmetterling seine Gegner nach 25,29 Sekunden in die Schranken und holte sich den Titel. 56,46 Sekunden auf der doppelten Distanz bedeuteten den Vizetitel; über 50 m Rücken gewann er Bronze.
Drei weitere Aktive aus Hessen konnten ebenfalls bei der Siegerehrung in der Mitte stehen. Mila Kleinert vom DSW Darmstadt sicherte sich im Jahrgang 2011 in 2:37,52 Minuten über 200 m Brust die Goldmedaille. Die ebenfalls 2011 geborene Theresa Vollrath vom SCW Eschborn bewies ihre Sprintfähigkeiten und schlug über 50 m Freistil nach 26,47 Sekunden als Erste an. Damit gewann sie den Deutschen Jahrgangstitel. Der Wiesbadener William Klotz konnte auf der längsten Lagenstrecke im Jahrgang 2011 seine Klasse ausspielen: 4:38,93 Minuten brachten ihm den Titel über 400 m Lagen.
Zwei Eschborner konnten über 50 m und 100 m Brust jeweils Silber gewinnen: Manato Missel im Jahrgang 2008 und Zichen Guo im Jahrgang 2012. Zichen schwamm zudem im Jahrgangsfinale über 50 m Freistil zu Bronze.
Ebenfalls dreimal an einer Siegerehrung teilnehmen konnte Emma Lia Pauly. Über 200 m Freistil wurde sie Zweite, über 400 m und 1500 m Freistil schwamm die Athletin vom SV Delphin Wiesbaden jeweils auf Platz drei.
Lara-Maria Bensalah vom SC Wiesbaden holte sich über 400 m Lagen den Vizetitel im Jahrgang 2012. Im gleichen Jahrgang sicherte sich Luna Marie Straßheim von der SG Frankfurt eine Silbermedaille über 800 m Freistil. Ein weiterer dritter Platz über 1500 m zeigte, dass ihr die Ausdauerstrecken liegen. Ebenfalls auf den Langstrecken zu Hause ist der Hofheimer Franz Markutzik, der über die beiden längsten Freistilstrecken, 800 m und 1500 m, jeweils Platz drei belegte. Eine weitere Bronzemedaille gewann Amelie Rühl über 800 m Freistil im Jahrgang 2012.
Bei den Herren konnten bei den diesjährigen DJM noch vier weitere Hessen Platz drei erreichen. Dies waren im Jahrgang 2011 Ben Junker von der SG Frankfurt über 200 m Rücken und Fabio Lanucara vom DSW Darmstadt über 200 m Brust. Im Jahrgang 2010 schwammen außerdem die beiden Frankfurter Jakob Küstermann und Frederik Raschke zu Bronze. Jakob gelang dies über 100 m Brust, Frederik über 50 m Brust.
Insgesamt konnten die hessischen Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer 40 Medaillen aus der deutschen Hauptstadt mit nach Hause bringen und somit auf erfolgreiche Deutsche Jahrgangsmeisterschaften 2026 zurückblicken. Einige von ihnen werden eine Woche später noch bei den Hessischen Meisterschaften in Darmstadt an den Start gehen, bevor es in die wohlverdienten Sommerferien geht.
Facts zu Hessen
– 110 Aktive aus 33 hessischen Vereinen mit insgesamt 328 Starts
– 17 Schwimmerinnen und 23 Schwimmer mit insgesamt 89 Jahrgangsfinal-Teilnahmen
– Hannah Schneider vom Hofheimer SC dominiert alle drei Bruststrecken im Jahrgang 2008
– Vier Hessen unter den Top Five über 200 m Brust im Jahrgang 2010 innerhalb von 1,15 Sekunden: 1. Taku Missel, 2. Jakob Küstermann, 4. Alexander Wang, 5. Frederik Raschke
– Fünf hessische Kampfrichterinnen und Kampfrichter in Berlin dabei
Finalteilnehmerinnen und Finalteilnehmer aus Hessen
Weiblich:
Milena Auer, Lara-Maria Bensalah, Nina Gonsior, Juliana Jackisch, Inessa Kelberer, Mila Kleinert, Lilli Kramm, Emma Lia Pauly, Ida Roth, Amelie Rühl, Luna Marie Straßheim, Maeva Schneider, Marlene Tecklenburg, Giovanna Vieten, Theresa Vollrath, Anastasija Wagner
Männlich:
Tim Auhl, Julian Santino Bleek, Timm Borgens, Titus Darchinger, Ezra Faber-Billot, Zichen Guo, Ole Heeger, Tom Howorka, Ben Junker, Adrian Klose, William Klotz, Jakob Küstermann, Fabio Lanucara, Franz Markutzik, Manato Missel, Taku Missel, Maximilian Ott, Frederik Raschke, Jeremy Mutwii Rieck, Jannes Schmidt, Luca Sill, Jakub Valentik, Alexander Wang Johann
von: Ingmar Zacharias - HSV Berichterstatter
Fotoserien
DJM Berlin 2026 (MO, 22. Juni 2026)
Urheberrecht:













Ben Junker (SG Frankfurt) freut sich über Bronze auf 200m Rücken
Frankfurter Mannschaft beim Anfeuern
Hannah Schneider (Hofheimer SC) freut sich über die nächste Goldmedaille
Jannes Schmidt (SC Wiesbaden) kurz vor dem Start
Jeremy Mutwii Rieck (SG Frankfurt) nach seiner Goldmedaille über 50m Schmetterling
Lilli Kramm (Wasserfreunde Fulda) mit Silber über 200m Rücken
Manato Missel (SCW Eschborn) beim Start
Milena Auer (DSW Darmstadt) und Theresa Vollrath (SCW Eschborn) beim Start über 50m Freistil
Theresa Vollrath (SCW Eschborn) mit Gold über 50m Freistil
Wendeseite Berliner SSE
Wiesbadener Team
William Klotz (SC Wiesbaden) auf dem Weg zum Titel über 400m Lagen
Zichen Guo (SCW Eschborn)


