Wasserball: Darmstadts Wasserballfrauen holen das süddeutsche Double!
Am Wochenende fanden in Stuttgart die Wasserball Halbfinals und Finals im SSV-Pokal der Frauen und Männer mit Mannschaften aus Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen statt.
Als einzige Mannschaft aus Hessen reisten die Wasserball Damen aus Darmstadt an.
Das gut besetzte Team vom WV Darmstadt mit Unterstützung aus Fulda traf im Halbfinale auf eine neu gebildete Auswahl-Mannschaft aus Karlsruhe und Freiburg.
Dieses Halbfinal Spiel konnte das hessische Auswahlteam sehr souverän gestalten. Schnell war klar, dass die Darmstädterinnen hoch konzentriert und treffsicher in das Spiel starten konnten. Basierend auf einer konsequenten, dynamisch agierenden Abwehr stand es zur Halbzeit bereits 10:3. Diese Führung konnte dann bis zum Spielende zu einem Kantersieg von 22:3 ausgebaut werden.
Das bedeutete den Einzug in das Finale am Sonntag gegen die Auswahl Stuttgart, die ebenfalls ihr Spiel am Vortag sehr deutlich gewannen. Ziel war, wie schon am Vortag im Halbfinale, die bekannt starken Centerspielerinnen durch Zonendeckung auszuschalten. Außerdem musste die in den vorausgegangenen Spielen bereits sehr überzeugende Rückraumschützin der Stuttgarterinnen, Bundesliga Spielerin Felina Ramesohl aus dem Spiel genommen werden. Letzteres gelang überraschend schnell. Ramesohl musste bereits nach 5 Minuten beim Stand von 7: 4 für die Darmstädter Frauen das Wasser endgültig mit drei persönlichen Fouls verlassen. Diese deutliche Schwächung konnten die Stuttgarterinnen nicht mehr kompensieren und mussten bereits zur Halbzeit beim Stande von 14: 6 für Darmstadt die deutliche Überlegenheit der Darmstädterinnen anerkennen. So konnte wie schon im Halbfinale die komplette Darmstädter Spielerbank zum Einsatz kommen, ohne hierbei eine spürbare Dominanzeinbuße hinnehmen zu müssen. Mit einem 7:1 wurde auch die zweite Hälfte des Final-Spiels zum 21:7 Endergebnis und damit zum Pokalsieg herausgespielt. Dies war der seit vielen Jahren ersehnte Süddeutsche Pokalsieg für die Darmstädterinnen.
Basis des Sieges war wiederum eine sehr stabile, sichere Abwehr vor den beiden starken Torfrauen Lilly Schommartz und Melissa Pfütze rund um die Centerverteidigerinnen Levke Ellerbeck und die erstmalig spielberechtigte 15-jährige Jugendspielerin Laura Treichel. Stärkste Darmstädter Torschützinnen waren in beiden Spielen die treffsicheren Darmstädter Aufbau-Spielerinnen Melek Cavlak mit 14 Toren, sowie Luca Jestädt mit 11 Toren, sowie Centerspielerin Pia Freier mit 7 Toren. Bemerkenswert, die erstmalig spielberechtigte, schnelle 15-jährige Darmstädter Jugendspielerin Liefke Baijens konnte nicht nur in ihrem ersten Spiel für Damen des WV Darmstadt mehrfach den Ball beim Anschwimmen für ihr Team gewinnen, sondern sich auch mit vier schön herausgespielten Kontertoren in die Torschützenliste eintragen. Die sehr souverän agierende Darmstädter Centerverteidigerin Levke Ellerbeck, die den gegnerischen Centerspielerinnen keine Chance ließ, sowie die schnelle Flügelspielerin Lea Korn konnten jeweils drei Tore beisteuern. Auch Darmstadts Kapitänin, Flügelspielerin Siboney Lang, gelang in einem ihrer vielen schnellen Konterbeiträgen mit einem Schuss ins lange Eck ein eigenes sehenswertes Tor. Außerdem spielten im Feld Ann-Katrin Schmidt, Ariana Najebi, Benthe Baijens und Jonna Küppers, die viel für den Spielaufbau, sowie eine stabile Abwehr beitragen konnten.
Mit diesem Pokalsieg gelang nach der diesjährigen erzielten Süddeutschen Meisterschaft den Hessinnen jetzt sogar erstmalig das Süddeutsche Double.
Nimmt man den heimischen Pfingstturnier-Sieg aus dem Mai hinzu, gelang Wasserball Damen vom WV-Darmstadt sogar sozusagen das Tripple in 2026 – Herzlichen Glückwunsch!
Bei den Herren traten im Finale der SV Weiden gegen den PSV Stuttgart an. Beide Teams hatten ihre Halbfinals gegen WSV Ludwigshafen bzw. Durlach-Ettlingen souverän gewonnen.
Das Spiel verlief zunächst bis zum 4:4 im zweiten Viertel recht ausgeglichen. Allerdings konnte Weiden zunehmend gegen den starken Stuttgarter Tormann die Vielzahl an eigenen Chancen nicht nutzen, so dass dann das Spiel durch den PSV Stuttgart unter dem Jubel der anfeuernden Stuttgarter Zuschauer mit 13:8 und damit der Pokal sicher gewonnen werden konnte.
Die Pokalveranstaltung im neuen Stuttgarter Neckar-Park Sportbad war ein voller Erfolg. Der Ausrichter PSV Stuttgart organisierte gemeinsam mit den beiden Süddeutschen Wasserball Rundenleiter Lukas Mathieu für die Männer und Felix Kleiner für die Frauen einen reibungslosen Ablauf im Stuttgarter Neckar-Park Sportbad. Leckeres Catering gab es obendrauf. Zahlreiche Zuschauer folgten den Spielen und lieferten eine tolle Atmosphäre. Die Spiele verliefen dank guter Schiedsrichteleistungen sehr fair.
Im Rahmen der Medaillen und Pokal Vergabe wurden nochmals die Verdienste in Anwesenheit des 88-jährigen hessischen Süddeutschen Wasserball-Pokal-Sponsors Manfred Vater für sein beispielloses ehrenamtliches Engagement für den Wasserballsport über sechs Jahrzehnte hinweg in Hessen, in Deutschland und auch international gewürdigt.
von: Jürgen Andrae - HSV Wasserball Berichterstatter
Fotoserien
Wasserball: SSV Pokal 2026 (MI, 22. Juli 2026)
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SSV Pokal 2026


