Premiere im Bewegungsraum Wasser – „Jugend trainiert“-Grundschulwettbewerb mit Fokus auf dem Bewegen im Wasser
Als im November 2022 die Auftaktveranstaltung des „Jugend-trainiert“-Grundschulwettbewerbs an der Karl-Nahrgang Schule in Dreieich durchgeführt wurde, war Hessen vorn. Mit dem gleichen Veranstaltungsformat Ende April im Kasseler Hallenbad Süd war unser Bundesland erneut bundesweit führend. Denn auch wenn das Handlungsfeld „Bewegen im Wasser“ von Beginn an beim Grundschulwettbewerb mitgedacht worden ist, standen die Schulen immer wieder vor großen Herausforderungen bei der Umsetzung.
Das Staatliche Schulamt für die Stadt und den Landkreis Kassel und der Hessische Schwimm-Verband haben sich diesen Herausforderungen gestellt und die dritten und vierten Klassen der in der Region ansässigen Grundschulen zu dieser Premiere eingeladen. Gefolgt sind der Einladung gut 100 Kinder und ihre Betreuer, die insgesamt drei Wettbewerbsaufgaben im Wasser zu erfüllen hatten. Um die für die Gesamtwertung notwendigen fünf Aufgaben aus drei Handlungsfelder, zu erfüllen, waren weitere Aufgaben auf der zum Schwimmbad gehörenden Grünfläche aufgebaut worden.
Bei der „Tauchringstaffel“ mussten die Schulteams im stehtiefen Wasser unter Wasser einen Tauchring weitertransportieren. Gezählt wurde die Zahl der erfolgreichen Tauchversuche, die ein Team innerhalb von 5 Minuten durchgeführt hatte. „Die Augen unter Wasser öffnen zu können, ist eine wesentliche Voraussetzung, um sich sicher im Wasser zu bewegen. Genau dies wird bei diesem Staffelspiel wiederholt geübt“, erläutert der Vizepräsident Sportentwicklung des HSV eine der Zielstellungen dieser Aufgabe.
Daneben mussten die Teams aufgeteilt in Zweiergruppen beim „Wasserlaufen“ Bälle aus drei mit Poolnudeln gebildeten Depots einsammeln und so schnell wie möglich in eine am Beckenrand aufgestellte Sammelbox transportieren. Gefördert wird bei dieser Aufgabe neben der Teamfähigkeit, die Schnellkraft und das Finden eines gemeinsamen Rhythmus. Eigenverantwortlich entscheiden die Schüler*innenpaare, ob sie die Strecke schwimmend oder laufend zurücklegen. Für das Erreichen der Depots unterschiedliche weite Entfernungen zurückzulegen waren, musste das Team außerdem strategisch überlegen, welche Paare, welches Depot ansteuerten.
Bei der dritten Aufgabe, dem „Turboantrieb“, der ebenfalls in Zweierteams gestartet wurde, stand neben der Geschwindigkeit auch die Gleichgewichtsfähigkeit im Fokus. Auf zwei Poolnudeln und mit direktem Körperkontakt musste eine Strecke von 25m überwunden werden. Freigestellt war den Teams sowohl die Antriebsform als auch der Kontakt zwischen den beiden Aktiven.
Für die Wettbewerbsaufgaben an Land hatten die Organisatoren Übungen aus den Handlungsfeldern „Mit und gegeneinander kämpfen“, „Rückschlagspiele“ und „Laufen, Springen, Werfen“ ausgewählt. Für die Durchführung hatte sich das Team um die Kasseler Schulsportkoordinatoren die 11 Schulteams dazu entschieden, die teilnehmenden Teams in zwei Gruppen aufzuteilen, die zunächst die drei Aufgaben in einem der beiden Bewegungsräumen absolvierten, danach einen Ortswechsel durchführten und die Aufgaben im anderen Bewegungsraum durchliefen.
Alle Kinder und die sie begleitenden Lehrkräfte waren am Ende zwar körperlich erschöpft, aber sehr zufrieden mit ihren Leistungen. Für die Region Kassel wird es deshalb im Schuljahr 2026/27 sicherlich eine Wiederholung geben. Die Veranstalter hoffen, dass mit der positiven Resonanz der Kasseler Veranstaltung, sich auch andere sich für die Durchführung eines „Jugend trainiert“-Grundschulwettbewerbs entscheiden, in dem ein Schwimmbad und damit das Handlungsfeld „Bewegen im Wasser“ einen wichtigen Raum einnimmt. Speziell für Veranstaltungen unmittelbar vor oder nach den Sommerferien könnten Freibäder einen optimalen Rahmen bilden.


