Köhler sichert sich zweiten Olympiastartplatz

Auf diesen Wettkampf haben sie hintrainiert und es wurde der erhoffte Befreiungsschlag für die Langstreckenschwimmer im Becken: Sarah Köhler (SG Frankfurt) und Florian Wellbrock (SC Magdeburg) haben sich am Wochenende beim „MWG Swim-Cup“ in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio (24. Juli bis 09. August) qualifiziert.

S. Köhler u. S. Sonnenschein

Bereits am Freitag blieb Sarah Köhler über 800m Freistil mit 7:49,44 Minuten unter der geforderten Olympic Qualifying Time (OQT 7:50,30 Minuten) des Weltverbandes FINA (siehe separater Bericht). Am Sonntag sicherte sich die Vizeweltmeisterin dann ihren zweiten Startplatz für die olympischen Schwimm-Wettbewerbe in Japan. Die 25-jährige blieb auch über 1500m Freistil in 16:03,76 Minuten mit fast einer halben Minute klar unter der geforderten Normzeit (OQT 16:32,04 Minuten) des Weltverbandes FINA.

Einen Haken hinter die Normen kann auch ihr Freund Florian Wellbrock machen: der Doppelweltmeister unterbot in der Magdeburger Elbschwimmhalle mit einer Punktlandung über 800m in 7:49,44 Minuten die geforderte Marke des Deutschen Schwimm-Verbandes (7:50,30 Minuten). Bereits am Freitag hatte der 22-jährige seinen Heimvorteil genutzt und in 14:46,61 Minuten über 1500m Freistil sein Olympia-Ticket über diese längere Distanz gelöst.

Einen wichtigen Schritt für ihre Teilnahme an den Spielen in Asien machte am Sonntag auch die Hallenserin Laura Riedemann. Zum Abschluss des Heimwettkampfes unterbot die Schwimmerin aus Halle/Saale über 100m Rücken mit 59,89 Sekunden die DSV Olympianorm um 11 Hundertstel und kann dadurch hoffnungsvoll auf das sportliche Highlight im Jahr 2020 blicken. Ganz sicher hat sie ihren Olympia-Startplatz aber noch nicht: sollten zwei deutsche Schwimmerinnen bis zum Ende der Qualifikationsphase schneller sein, würden diese in Japan über 100m Rücken an den Start gehen dürfen.

Seit Jahresanfang läuft der Qualifikationszeitraum für die deutschen Schwimmer, die langjährigen Leistungsträger Marco Koch und Philip Heintz haben schon die Normen unterboten. Bis einschließlich der deutschen Meisterschaften vom 30. April bis 03. Mai in Berlin haben die Sportler Zeit, die Qualifikationsnormen für die Sommerspiele zu
erreichen.

Stefan Sonnenschein – ehem. Vizepräsident im HSV