18th World Championships 2019, 18.07.2019, 5k Team, Teamweltmeister, Rob Muffels, Lea Boy, Sarah Koehler, Soeren Meissner, Photo: DSV/JoKleindl

Donnerstag 18. Juni 2019 – wieder einmal machten die Freiwasser-Schwimmer den Anfang des Wettkampftages. Wieder einmal ging es heiß her im Hafenbecken von Yeuso. Und wieder einmal gab es GOLD für DEUTSCHLAND.

Überraschend wurde die Freiwasser-Mixed-Staffel über 4x 1,25 Kilometer in Südkorea Weltmeister im TEAM Wettbewerb. In der Besetzung Ley Boy, Sarah Köhler, Sören Meißner und Rob Muffels setzten sie sich nach 53:58,7 Minuten hauchdünn gegen Italien und das USA-Quartett durch. Damit fischten die deutschen Schwimmer in den Freiwasserwettbewerben bisher zwei Mal Gold und zwei Mal Bronze aus dem Hafenbecken des EXPO Ocean Park.

In einem Herzschlagfinale setzte sich Rob Muffels nach 5km gegen den italienischen Olympiasieger Gregorio Paltrinieri durch. Zuvor hatten seine drei Teamkollegen einen super Job gemacht. Dass es am Ende für Gold reichte, war aber doch eine kleine Überraschung. Mit einer Medaille hatte die Vier aber sicherlich schon geliebäugelt.

Das DSV Team, aus dem von den Silbergewinn der EM des vergangenen Jahres in Glasgow Sarah Köhler und Sören Meißner mitschwammen, ließ sich von den im Vergleich zu den Vortagen welligen Bedingungen im Hafenbecken des Weltausstellungsgeländes von 2012 nicht aus dem Konzept bringen. Bei Regen war WM-Debütantin Boy die Startschwimmerin und übergab als Fünfte an Sarah Köhler. Die geborene Hanauerin, die in der kommenden Woche ebenfalls im Becken starten wird, wechselte als Achte, Sören Meißner übernahm. Der 29-jährige schwamm das Quartett an die Spitze. Die gab Rob Muffels im Duell mit dem Italiener und dem US-Amerikaner Michael Brinegar nicht mehr her. Die Taktik des Freiwasser-Bundestrainer Lurz, mit den beiden Damen zu starten, hat sich ausgezahlt – GOLD für TEAM Deutschland.

Sarah Köhler, die am Sonntag aus Kumamoto (Japan) nach Südkorea angereist war,  präsentierte sich in glänzender Verfassung und ließ sich auch von der neben ihr schwimmenden männlichen Konkurrenz nicht einschüchtern. Sie wehrte sich, setzte ihren Körper immer wieder geschickt ein und handelte sich sogar eine Verwarnung ein. Mit der Goldmedaille im Gepäck kann Sarah jetzt zuversichtlich nach Gwangju umsiedeln, wo in der kommenden Woche die 800m und 1500m Freistil auf dem Programm stehen.

Aber noch sind die Freiwasser-Wettbewerbe in Yeosu nicht zu Ende. Die 25km Rennen stehen noch aus. Sie finden am Freitag (19. Juni) sowohl bei den Herren als auch bei den Damen statt. Bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Budapest vor zwei Jahren waren die deutschen Freiwasserschwimmer noch ohne einzige Medaille nach Hause gefahren. Zwei WM-Titel hatte es für den Deutschen Schwimm-Verband zuletzt 2015 in Kasan gegeben, zweimal Gold im Freiwasser 2013 in Barcelona. Und für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio können die Freiwasser-Athleten auch schon planen – was für eine Traumwoche für den Deutschen Schwimm-Verband!
Foto: Jo Kleindl
VON: STEFAN SONNENSCHEIN – EHEM. HSV VIZEPRÄSIDENT LEISTUNGSSPORT