Sarah Köhler unterbietet Olympianorm über 800m Freistil

Foto: S. Sonnenschein

Der erste Schritt ist getan: Freistilspezialistin Sarah Köhler hat am heutigen Freitag auf dem MWG SWIM-Cup in Magdeburg (07. bis 09.02.) die Olympianorm über 800m Freistil unterboten. Nach 16 Bahnen Armzug um Armzug und Beinschlag um Beinschlag leuchteten auf der Anzeigetafel 8:29,96 Minuten auf. Damit hat die Hanauerin dank ihres vierten Platz bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju die etwas „schwächere Vorgabe des Weltverbandes FINA und des IOC“ für die Sommerspiele in Tokio mit 8:33,36 Minuten im ersten Anlauf klar unterboten. Herzlichen Glückwunsch!

Sarah Köhler ist damit die zweite hessische Schwimmerin, die sich nach Marco Koch (200m Brust) für die Olympischen Spiele 2020 qualifiziert hat. Aber Sonntag möchte die HESSIN dann auch noch die Olympiaqualifikation über 1500m Freistil unter Dach und Fach bringen. Drücken wir ihr die Daumen!

Auch der Lebensgefährte von Sarah Köhler, Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock, kann sich auf die Reise nach Japan im Sommer freuen. Über 1500m Freistil schwamm er im heimischen Becken kurz nach Köhler zu 14:46,61 – Olympiavorgabe wären 15:00,99 Minuten gewesen. Damit ist das Olympia-Team des Deutschen Schwimm-Verbandes auf vier Sportler angewachsen!

Beim neu installierten MWG-Swim-Cup in der Magdeburger Elbehalle haben die Athleten des Deutschen Schwimmverbandes die Chance, die Qulifikation für Olympia 2020 zu erreichen. DSV Chefcoach Bernd Berkhahn hofft, dass es gerade jene schaffen, die auch bei der Weltmeisterschaft 2019 mit einem Platz unter den besten vier abgeschnitten haben und für die eine erleichterte Olympianorm gilt. Dazu gehören Sarah Köhler (800m und 1500m Freistil), Franziska Hentke (200m Schmetterling) und Florian Wellbrock (1500m und 800m Freistil).

Der MWG-Swim-Cup ist einer von nur fünf Wettkämpfen in Deutschland, die vom Weltverband das Siegel „FINA approved“ erhalten haben. Nur bei diesen Wettkämpfen ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 möglich.

VON: Stefan Sonnenschein – ehem. HSV-Vizepräsident