18th World Championships 2019, 25.07.2019, M. Koch, Photo: DSV/JoKleindl
18th World Championships 2019, 26.07.2019, Prelims, Photo: DSV/JoKleindl

„Happy“ zeigte sich Marco Koch direkt nach dem Finale beim LIVE Interview auf ZDF Info über seine Paradestrecke 200m Brust bei der WM in Südkorea. In einem Weltrekordrennen standen nach vier Bahnen für den Hessen Platz Fünf und 2:07,60 Minuten auf der Anzeigetafel und damit war der 29-jährige deutlich schneller als im gestrigen Halbfinale.

Wie bereits nach den Halbfinales am Donnerstag vermutet, musste der neue Titelträger Weltrekord schwimmen, um als erster nach 200 Metern anzuschlagen. Und es war vom Start weg ein sehr schnelles Rennen, in welchem der am HSV Stützpunkt in Frankfurt trainierende Sportler gut mithalten konnte. Am Ende siegte der Russe und Titelverteidiger Anton Chupkov, der auf den letzten 15 Metern nochmals mächtig zulegte und in 2:06,12 Minuten als Erster anschlagen konnte – Weltrekord. Platz zwei erkämpfte sich der Australier Matthew Wilson in 2:06,68 und die Bronzemedaille gewann Ippei Watanabe (JPN) in 2:06,73 Minuten.

Für Koch bedeuteten die heutigen 2:07,60 Minuten die für ihn zweit schnellste je geschwommene Zeit. Schneller war der Weltmeister von 2015 nur bei den Deutschen Meisterschaften 2014 in Berlin geschwommen; damals war er nach 2:07,47 Minuten im Ziel.

Zufrieden in der Heimat zeigte sich auch Landestrainerin Shila Sheth, die seit letztem Jahr Marco Koch zusammen mit Henning Lambertz in Frankfurt trainiert: „Marco hat in diesem, als auch in seinen Rennen zuvor gezeigt, dass er sich wieder auf dem richtigen Weg in Richtung Weltspitze befindet. Es macht viel Freude, mit solch tollen Athleten wie Marco und Reva zu arbeiten, zusammen im Team mit Henning. Ich freue mich jetzt schon auf die neue Saison. Mit etwas besserem Anschlag wäre wohlmöglich jetzt schon der Deutsche Rekord fällig gewesen.“

Sarah Köhler hat bei den Welttitelkämpfen souverän das Finale über 800m Freistil erreicht. Die 25-jährige, mit Startrecht ebenfalls für die SG Frankfurt, schwamm in 8:22,95 Minuten die sechstbeste Zeit der Vorläufe.

Für den Endlauf am Samstag hat sich Köhler eine persönliche Bestzeit vorgenommen. Im vergangenen Jahr ist die Hanauerin schon 8:20,53 Minuten geschwommen, der deutsche Rekord von Anke Möhring von der EM 1987 liegt genau eine Sekunde darunter. Und in Südkorea präsentierte sie sich bisher mit einer Gold- und einer Bronzemedaille in glänzender Verfassung, was ihr zusätzliche Motivation geben dürfte.

Nach dem tollen heutigen Finale über 200m Brust dürfen wir HESSEN uns damit auf ein weiteres spannendes Finale morgen, am Samstag, über800m Freistil mit heimischer Beteiligung freuen. Im Vorlauf über 50m Brust darüberhinaus zu sehen Nachwuchshoffnung Anna Elendt aus Darmstadt!

VON: STEFAN SONNENSCHEIN – EHEM. HSV VIZEPRÄSIDENT LEISTUNGSSPORT