Wenn am Wochenende im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim Hessens Langstreckenschwimmer um Titel und Medaillen kämpfen, starten die deutschen Freiwasserschwimmer im fernen Katar mit den besten Sportlern der Welt in den ersten Härtetest des Jahres 2020. In Doha (QAT) steht am 15. Februar der erste von insgesamt zehn Weltcups über die olympische 10-km-Distanz an. Die Reise in das arabische Land haben auch zwei HESSEN im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft angetreten: Niklas Frach (SV Gelnhausen) und Christian Keber (SC Wiesbaden 1911).

Im Fokus stehen die Wettbewerbe am KARARA Beach ganz besonderes aus deutscher Sicht. Dabei hat vor allem Doppel Weltmeister Florian Wellbrock gute Erinnerungen an seinen letztjährigen Auftritt am Persischen Golf. Im vergangenen Jahr siegte er vor Kristof Rasovszky (HUN) und Jordan Wilimovsky (USA) zum Start der Freiwassersaison. Gerade auch mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio, wofür sich bereits dank ihres sehr guten Abschneidens bei der WM 2019 in Südkorea Florian Wellbrock und Rob Muffels sowie bei den Frauen Finnia Wunram und Leonie Beck qualifiziert haben, ist es für die DSV Kadersportler eine gute Gelegenheit im Saisonverlauf bis zu den Sommerspielen in Japan ein wenig Praxis im Freiwasser zu sammeln. Viele hochkarätig besetzte Wettbewerbe bis zum Saisonhöhepunkt Ende Juli/Anfang August wird es nämlich nicht geben.

Auch Niklas Frach und Christian Keber kennen die Gegebenheiten vor Ort. Im letzten Jahr erreichte Niklas bei dem Auftaktevent mit einem Rückstand von knapp 25 Sekunden auf die Medaillenränge den 27. Platz (1:52:50,10). Mit knapp 1:20 Minuten dahinter kam Christian (1:54:07,80/Platz 55) ins Ziel. Der Hessische Schwimm-Verband wünscht seinen beiden Athleten viel Erfolg!

Start für die Frauen ist am Samstag um 07:00 Uhr MEZ, während die Herren sich um 11:00 Uhr MEZ ins Wasser begeben. Die Streckenführung der 10km ähnelt einem Trapez und eine Runde ist 2,0km lang. Somit müssen die Athleten fünf Runden in der Bucht von Doha schwimmen.

Zum DSV Team gehören folgende zehn Schwimmerinnen und Schwimmer: Leonie Beck, Finnia Wunram, Jeannette Spiwoks, Lea Boy, Florian Wellbrock, Andreas Waschburger, Rob Muffels, Niklas Frach, Sören Meißner, Christian Keber.

Die aus zehn Veranstaltungen bestehende FINA Marathon Swim World Series wird in acht Ländern ausgetragen. Erstmals ausgetragen wurde die Serie von der FINA im Jahr 2007, als direkte Konsequenz zur Einführung der 10 Kilometer Wettbewerbe in das Olympische Programm.

Der Staat Katar liegt im Herzen des Arabischen Golfs und ist eine Halbinsel mit seiner einzigen Landgrenze am südlichen Ende, wo Katar auf Saudi-Arabien trifft. Katars Leidenschaft für das Schwimmen und für den Wassersport ist nicht überraschend. Fast das gesamte Land ist von Wasser umgeben und ungefähr 240 km von Nord nach Süd und weniger als 160 km breit. Katar ist ein unabhängiger souveräner arabischer Staat und Mitglied des Golfkooperationsrates (G.C.C), der Arabischen Liga und der Vereinten Nationen.

In Doha soll es am Samstag ungestörten Sonnenschein geben bei einer Temperatur während der beiden Rennen zwischen 20 und 23C.  Mit dem geringen Jahresniederschlag von unter 100mm gehört Katar zu den trockensten Landschaften der Erde.