Foos führt Teamstaffel zu Olympia – Köhler schwimmt deutschen Rekord – Elendt bestätigt Weg in die Weltspitze

18th World Championships 2019, 21.07.2019, Session 2, Jessica Steiger, Reva Foos, Julia Mrozinski, Annika Bruhn, Photo: DSV/JoKleindl
18th World Championships 2019, 22.07.2019, Vorlaeufe, Photo: DSV/JoKleindl

Nachdem bereits die Freiwasserschwimmer und die Wasserspringer sich bei der WM in Südkorea für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio empfohlen haben, zogen die Beckenschwimmer am ersten Tag der WM in Gwangju gleich Mal nach. Und in den Vorläufen des zweiten Wettkampftages wurde sogar ein Deutscher Rekord aufgestellt. Beteiligt beides Mal eine Hessin!
Die Staffelschwimmer haben dem deutschen Team mit zwei Olympia-Startplätzen und einem Finaleinzug einen gelungenen Auftakt in die WM in Südkorea beschert. Bei den Damen und Herren wurden am Sonntag jeweils ein Dutzend Startplätze für die 4x100m Freistilstaffeln vergeben. Die jeweils besten zwölf Staffeln der WM qualifizieren sich direkt für die Olympischen Spiele 2020. Sowohl die Frauen mit Platz acht als auch die Männer mit Platz elf sicherten sich souverän ihre Tickets für Tokio 2020. Die Frauen zogen sogar ins WM-Finale ein.
In der 4x100m Freistilstaffel der Damen zum Einsatz kam Reva Foos (SG Frankfurt). Sowohl im Vorlauf als auch im Finale am Abend konnte sie im Teamwettbewerb überzeugen. In 3:38,55 Minuten sicherten Annika Bruhn (55:35), Reva Foos (54,85), Julia Mrozinski (54,28) und Jessica Steiger (54,17) die achtschnellste Zeit des Feldes ab und meisterten damit die Olympia-Aufgabe nicht nur souverän, sondern erkämpften sich als Zugabe noch einen Platz im WM-Finale.
Leider konnten sich die vier Damen dann im Finale in gleicher Besetzung, allerdings veränderter Startreihenfolge, nicht noch einmal steigern. In 3:39,07 Minuten kamen Jessica Steiger (54,59), Julia Mrozinski (55,02), Reva Foos (54,72) und Annika Bruhn (54,74) nicht ganz an die Leistung vom Morgen heran.
Motivation aus ihrer Freiwasser-Goldmedaille hat sicherlich Sarah Köhler gezogen. Bei ihrem ersten Einzelwettbewerb im Becken von Gwangju über 1500m Freistil setzte sie am heutigen Vormittag gleich einmal ein Ausrufezeichen: 15:54,08 – neuer Deutscher Rekord. Mit dieser Bestzeit unterbot die Frankfurterin ihren eigenen deutschen Rekord um beachtliche 3,75 Sekunden und zieht mit der drittschnellsten Zeit ins morgige Finale ein. Damit stellte Sarah eindrucksvoll unter Beweis, in welcher TOP Form sie sich zurzeit befindet.
Ihr WM Debüt in Südkorea lieferte am heutigen zweiten Wettkampftag auch die Darmstädterin Anna Elendt ab, die sich als Staffelschwimmerin (4x100m Lagen) für die Titelkämpfe qualifiziert hatte. Als „Zugabe“ und in Überprüfung ihrer Form wurde sie vom DSV auch über die 50m und 100m Brustwettbewerbe gemeldet. Über die 100m Brust kam sie am heutigen Vormittag in 1:08,70 Minuten bis auf 2,5 Zehntel an ihre persönliche Bestleitung, aufgestellt im April in Stockholm mit 1:08.45 Minuten, heran. In der Gesamtplatzierung belegt die junge Südhessin damit Rang 24 auf der Welt.
Fotos:  Jo Kleindl
1: 4x100m Freistilstaffel mit Jessica Steiger, Julia Mrozinski, Reva Foos und Annika Bruhn
2: Sarah Köhler – 1500m Freistil
VON: STEFAN SONNENSCHEIN – EHEM. HSV VIZEPRÄSIDENT LEISTUNGSSPORT