Am Wochenende um den ersten Advent treffen sich alljährlich die Masters-Schwimmer um ihre Deutschen Kurzbahnmeisterschaften auszuschwimmen. Für diese Veranstaltung war in diesem Jahr vom 29.11. bis zum 01.12. das beschauliche Freibung im Breisgau der Austragungsort.

Westbad Freiburg Foto: S. Sonnenschein

Das dortige Westbad bot für alle Anwesenden viel Platz und Freiraum; für das leibliche Wohl wurde in der Cafeteria gesorgt. Ebenso hatten die Aktiven durch die Teilung des 50m Beckens in zwei 25m Becken (Wettkampfbecken + Ein/Ausschwimmbecken) optimale Bedingungen. Zwar war die Dauer der Anreise, geschuldet durch die geografische Lage Freiburgs, für die meisten etwas länger, wovon sich der Großteil aber nichts anmerken ließ. Vor allem nicht die Schwimmerinnen und Schwimmer aus unserem schönen Hessen. Diese waren mit insgesamt 65 Aktiven aus 19 Vereinen vor Ort. Unter anderem wurden die „Farben“ vom Gießener SV und von der Gudensberger SG von neun Teilnehmern repräsentiert. Der Marburger SV war mit sieben Masters am Start und der SCW Eschborn mit sechs. So sorgten die hessischen Masters insgesamt für 249 Einzel- und 23 Staffelstarts.

Die DKMM erstrecken sich traditionell über drei Tage. Den Anfang machen traditionell Freitag Nachmittag die 200m Freistil und die 200m Lagen. Samstag und Sonntag werden dann alle 50er und 100er Strecken sowie die 100m Lagen absolviert. Und schon am Freitag konnte Frank Gruner vom SCW Eschborn seine erste von vier Einzel-Goldmedaillen holen. Er siegte in der AK 45 über 200m Lagen und stellte dabei mit 2:12,38 min einen neuen deutschen Altersklassen-Rekord auf. Über 200m Freistil schlug er ebenfalls als Erstes an und sicherte sich den Titel. Ebenfalls Gold über 200m Freistil holte der ältestes hessische Teilnehmer, Karl-Friedrich Huck (AK 85) vom SC Heppenheim, der in Freiburg insgesamt viermal am Start war. Frank Gruner setzte am Samstag seinen erfolgreichen Auftritt fort. Über die 100m Lagen verbesserte er mit 59,98 sek wiederum den alten Deutschen Altersklassen-Rekord und sicherte sich Gold. Auch die 100m Freistil konnte er für sich entscheiden. Ebenfalls vier Deutsche Meistertitel konnte Antje Auhl vom SV Gelnhausen erschwimmen. Die AK40-Schwimmerin schlug jeweils über 100m Lagen, 50 und 100m Schmetterling sowie 100m Rücken als Erste an der Anschlagsmatte an. Dreimal Gold sicherte sich Anna-Marie Macht (AK 25) vom Marburger SV. Sie konnte die 50 und 100m Brust sowie den Kleinen Mehrkampf (alle 50er + 100m Lagen) für sich entscheiden. Zweimal das oberste Siegerpodest konnten drei hessische Masters besteigen. Susan Przywara vom SCW Eschborn gewann in der AK 35 über 50 und 100m Rücken gewann.

S. Reuter SGACT Foto: S. Sonnenschein

Saskia Reuter (AK 20) von der SG ACT Baunatal setzte in ihrer AK sich über 50m Freistil und im Kleinen Mehrkampf durch. Der AK 40-Athlet vom Marburger SV, Peter Böhm siegte über die Schmetterling-Distanzen über 50 und 100m. Die weiteren Einzel-Goldmedaillen holten Cornelia Kritzer (AK 40, Bad Homburger SC) über 50m Brust, Fabian Grün (AK 40, Marburger SV) über 50m Freistil, Christian Meißner (AK 35, Marburger SV) auf 100m Rücken und der Baunataler Pascal Bartoldus (AK 20) im kleinen Mehrkampf. Aber in Freiburg wurden auch Staffeln geschwommen. Dort konnte der SCW Eschborn in der Wertung 160-199 Jahre die Mixed-Staffeln über 4*50m Freistil und 4*50m Lagen für sich entscheiden.

Schlussendlich können alle Hessischen Masters auf erfolgreiche Titelkämpfe in Freiburg zurückblicken. Es wurden durch die Bank weg tolle Ergebnisse erzielt und schöne Leistungen erbracht und viele von ihnen werden 2020 sicherlich wieder am Start sein, wenn sich die älteren Aktiven wieder zur Deutschen Masters-Meisterschaft treffen, auf der Kurz- sowie auf der Langbahn,

Hessische Medaillengewinner/innen in Freiburg:

weiblich:

Antje Auhl, Linda Kiesel, Cornelia Kritzer, Maike Lang, Anna-Marie Macht, Susan Przywara, Saskia Reuter, Andrea Smycek, Ann Kristin Stein, Kerstin Uhlig, Isabelle Wetzstein

männlich:

Steffen Auhl, Georg Bacher, Pascal Bartoldus, Peter Böhm, Ulrich Börngen, Steffen Dommermuth, Frank Ebeling, Frank Gruner, Fabian Grün, Karl-Friedrich Huck, Dirk Janssen, Christian Meissner, Jonas Nikolaus