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Donnerstag, 04.05.2017

Wasserball: Bericht Nico Trophy

Hessisches Team U14 beide Fotos: H. Schykowski
Hessisches Team U14 beide Fotos: H. Schykowski


Am vergangenen Wochenende fand in Berlin-Schöneberg von Freitag bis Sonntag ein Wasserballauswahl- und Sichtungsturnier für die Jahrgänge 2003 und jünger statt (U14). Der frühere Bundestrainer Niculae Firoiu ist Pokalstifter, weshalb das Turnier unter dem Namen Nico-Trophy bekannt ist. Aus Hessen waren Spieler aus Darmstadt, Frankfurt und Fulda dabei: Constantin Wolgin, David Popp, Moritz Schüler, Maximilian Licht, Jonathan Haubs, Constantin Möller (alle WF Fulda), Henning Spandick, Tom Siegenbruk, Nikolas Diehl, Dennis Ntampakis, Daniel Schweinfurth, Jeronimo Gutierrez (alle WV Darmstadt), Peer Couvalov (EFSC Frankfurt).

Der Modus des Turniers sah zwei Gruppen vor. Gespielt wurde auf zwei Spielfeldern. In der Gruppenphase waren das 4 x 5, danach 4 x 7 Minuten. Die jeweils ersten Beiden der Gruppenphase sollten anschließend die Plätze 1-4, die Dritt- und Viertplatzierten die Plätze 5-8 und die Gruppenletzten sollten die Plätze 9-11 ausspielen. Hessen fand sich in einer Gruppe mit der Auswahl Südwest, Brandenburg, Niedersachsen als klarer Turnierfavorit, Ruhrgebiet und Sachsen. Die hessische U14 hat ein starkes Turnier gespielt und sich den Respekt der anderen Verbände erspielt.

Das Turnier hätte für die Hessen fast schon geendet, bevor es losging, denn Auswahltrainer Katona fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus. Als Fahrer für die Mannschaft konnte eilends in der Elternschaft Ersatz gefunden werden. Und der eigentlich als Betreuer vorgesehene Darmstädter Trainer Markus Rieken fand sich unverhofft auf der Trainerbank wieder. Als Schiedsrichter vertrat Dr. Martin Diehl den HSV.

Hessen sollte am Freitag gleich das erste Spiel bestreiten. Gegner war die Auswahl Südwest, die man nach holprigem Start mit 4:1 besiegen konnte. Zweiter Gegner noch am Freitag war die Auswahl Brandenburgs. Hervorragend eingestellt vom Trainer begann die Hessenauswahl furios. Mit schnellem Konterspiel und starker Verteidigung stand es schnell 4:1.Brandenburg kämpfte sich zum 4:5 heran. Die Jungs mit der HSV-Welle auf der Kappe hielten aber dagegen und zeigten ein großes Kämpferherz. Der letzte Abschnitt ging zwar mit 2:1 an Brandenburg, das Spiel aber mit 6:5 an Hessen. Das war mal ein toller erster Turniertag!

Der zweite Tag sollte hochkarätige Gegner bieten: zunächst Niedersachsen und dann das Ruhrgebiet. Die Spiele gingen deutlich sowohl an den Turnierfavoriten (0:16) als auch an den Gegner aus NRW (2:11). Dabei verkaufte sich die hessische Auswahl in beiden Spielen erst gar nicht so schlecht, doch die beiden spielstarken Gegner waren gut eingestellt und nutzten gnadenlos jeden kleinsten Fehler des Gegners. Auch auf der Bank hochwertig besetzt ließen sie unseren Jungs keine Chance. Das dritte Spiel des Tages sollte über den dritten oder vierten Platz in der Gruppe entscheiden: Sachsen hatte zwar gegen Südwest verloren, doch hatten sie sich hier als zäher Widersacher präsentiert. Gegen Hessen sollte ihnen das aber nicht mehr gelingen. Von Anfang an hellwach, präsent am Gegner, schwimmerisch und konditionell überlegen ließen die HSV-Auswahlspieler den Sachsen keine wirkliche Chance. Mit 12:6 behielten sie die Oberhand. Das bedeutete den dritten Platz in der Gruppe.

Nächster Gegner sollte der Vierte der Gruppe II sein - das war Bayern. Wie schon gegen Brandenburg begann Hessen als gebe es kein Morgen. Mit 7:1 ging man 6 Sekunden vor der Halbzeitpause in Front. Der unmittelbar anschließende Treffer Bayerns war Startpunkt für deren Aufholjagd, die im letzten Viertel zu einem 8:9 führte. Die hessischen Spieler gingen jetzt deutlich über ihre Schmerzgrenze. Durch großen kämpferischen Einsatz gelangen ihnen bei nur einem Gegentreffer selbst noch zwei Treffer. Mit 11:9 konnten sie dieses Match für sich entscheiden. Das bedeutete jetzt ein Spiel um Platz 5 gegen Rhein-Wupper am folgenden Seite 1 Nico-Trophy 2017.txt Sonntagmorgen - und eine Stunde längerer Schlaf. Der war auch nötig.

Hessen ging in diesem letzten Spiel 1:0 in Führung und konnte diese zunächst halten. Erst kurz vor dem ersten Abschnittsende konnte Rhein-Wupper egalisieren. Die hessischen Jugendlichen verteidigten gut und präsentierten sich als Gegner auf Augenhöhe. Der Uerdinger Center und zentrale Spieler von Rhein-Wupper sollte die Hessen dann aber vor eine kaum zu lösende Aufgabe stellen. Als Center alleine kaum zu verteidigen, darüber hinaus zu einem satten Distanzwurf fähig, kam er immer wieder zu seinen Chancen und Halbchancen. Rhein-Wupper zog auf 5:1 davon, Hessen kam auf 4:5 heran. Dann aber schwanden die Kräfte - und Rhein-Wupper machte seine Sache einfach besser. Sie waren jetzt cleverer und treffsicherer und gewannen 12:4. Im Spiel um Platz 3 unterlag Berlin dem Ruhrgebiet 7:11. Das Endspiel gewann die Auswahl Niedersachsens gegen Baden-Württemberg mit 10:6.

Trainer Rieken sprache allen Aktiven gegenüber Lob und Dank aus. Besonders hob er das Auftreten der Mannschaft hervor. Sehr gute Abwehrarbeit, großer Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit hat die Mannschaft und jeden einzelnen Spieler einen Schritt weiter gebracht.

Manfred Vater bedankte sich bei den begleitenden Eltern und wandte sich im Schlusswort an Mannschaft und Trainer: "Ihr habt den hessischen Wasserball würdig vertreten!" Die Spieler Constantin Wolgin, Moritz Schüler, Constantin Möller, Henning Spandick, Nikolas Diehl und Dennis Ntampakis erhielten für ihre Leistung eine Einladung zum Sichtungslehrgang des süddeutschen Schwimmverbandes. Dort wird eine Auswahl gebildet, die sich im Juni beim Stamm-Pokal in Hannover beweisen will. Allen Aktiven hierzu viel Glück!

VON: HEINRICH SCHYKOWSKI - HSV-WASSERBALL


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