Sie sind hier: News & Berichte
Samstag, 25.November.2017

Quick-Menü


Mediathek


HSV-Archiv

Werbung

Werbung

Werbung



VIPs - Very Important PDFs


Partner des HSV


Schwimmbäder in Hessen

Montag, 19.06.2017

Tschüss Marco di Carli – alles Gute für die Zukunft!

Marco di Carli - Foto: Arena Facebook
Marco di Carli - Foto: Arena Facebook

"Ich bin jetzt bei der Bundespolizei in München. Früher habe ich die deutsche Staffel abgesichert, heute sichere ich die deutschen Grenzen." Mit diesen Worten verabschiedete sich am Samstag Marco di Carli (32), zusammen mit Paul Biedermann und Steffen Deibler, aus dem Kreis der deutschen Nationalmannschaft. Im Rahmen der 129. Deutschen Meisterschaften in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle ehrten DSV-Präsidentin Gabi Dörries und Bundestrainer Henning Lambertz die drei ehemaligen Schwimmprofis, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise den deutschen Schwimmsport über ein Jahrzehnt mitentscheidend geprägt haben. Über 100 deutsche Meistertitel, dazu zahlreiche EM- und WM-Medaillen gewannen Paul Biedermann, Steffen Deibler und Marco di Carli in ihren eindrucksvollen Karrieren.

Und wie immer war Marco auch an diesem für ihn ganz besonderen Tag für einen Spaß zu haben. Zu Beginn des Einschwimmens für den Finalabschnitt am Samstagnachmittag konnte Di Carli es nicht lassen, noch mal auf seiner Bahn 4 ins Becken des SSE zu springen. Genau zwischen diesen Wellenkillerleinen hatte di Carli vor fast genau sechs Jahren seinen immer noch gültigen Deutschen Rekord über 100 Meter Freistil von 48,24 Sekunden – damals Weltjahresbestleistung – aufgestellt, der Rio 2016 und auch diese Deutschen Meisterschaften überstand. Zusammen mit seinem „härtesten Konkurrenten“ Steffen Deibler, hatte Di Carli viel Freude im Wasser. Gut gelaunt genossen er sowie Paul und Steffen zu Beginn der Finals die Verabschiedungszeremonie und den stürmischen Applaus der zahlreichen Zuschauer.

Seine ersten nationalen und internationalen Erfolge feierte Marco di Carli in den Jahren 2001-2003, gekrönt mit der Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen in Athen 2004.  Hier belegte di Carli mit 19 Jahren über 100 Meter Rücken im Finale den 8. Platz. 2006 wechselte Di Carli an den OSP Hessen, um in Frankfurt sein Training zu absolvieren und fortan für die SG Frankfurt zu starten. Nach sportlichen und persönlichen Rückschlägen schaffte Marco das Comeback im Jahr 2011. Unter der sportlichen Regie von Michael Ulmer (2011–2013) gelang Di Carli der Rückgewinn seines früheren Deutschen Rekordes aus 2007 über 100 Meter Freistil in 48,24 s, sowie die kurzzeitige Führung in der Weltjahresbestenliste über diese Strecke. 2012 nahm Marco an den Olympischen Spielen von London teil und erreichte hier einen 6. Platz mit der 4×100-m-Freistilstaffel, die zudem bereits im Vorlauf einen neuen Deutschen Rekord aufstellte. Marco di Carli war bis letztes Jahr Polizeioberkommissar in der Sportfördergruppe bei der Hessischen Landespolizei. Nun wurde er in den wohlverdienten schwimmerischen Ruhestand versetzt.

Der Hessische Schwimm-Verband wünscht ihm für die Zukunft nur das Beste!

VON: STEFAN SONNENSCHEIN - HSV VIZEPRÄSIDENT LEISTUNGSSPORT


<- Zurück zu: HSV