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Montag, 22.06.2015

DSV Sichtungsvergleich in Halle -Hessischer Springer Wolf Doebel unter den Top Ten

W. Döbel, S. Beyer, S. Konrad Foto: S. Beyer, privat
W. Döbel, S. Beyer, S. Konrad Foto: S. Beyer, privat

Wolf Doebel, mehrfacher Hessenmeister und Süddeutscher Meister im Wasserspringen, Jahrgang 2004, schaffte es beim DSV Sichtungsvergleich in Halle, am 5. und 6. Juni, unter die Top Ten in Deutschland. Bei dem Wettkampf, der für die Jahrgänge 2004 und 2005 ausgeschrieben ist, werden junge Talente gesichtet. Es treten die besten Springer der Bundesstützpunkte gegeneinander an. Nur wer die geforderten Sprünge der FINA Tabelle beherrscht, kann teilnehmen. Susanne Beyer, Springwartin des Hessischen Schwimm-Verbandes und Wolfs Trainerin beim Höchster SV: „Wolf ist in Süddeutschland der beste Springer des Jahrgangs 2004. Wolf gilt als großes Talent denn auch auf Bundesebene fiel er durch die Eleganz seiner Sprünge auf; sein grandioses Potential ist vielversprechend."

Bevor es bei dem Wettkampf ins Wasser ging, wurden allerdings erst die körperlichen Voraussetzungen der jungen Athleten überprüft. Bei der sogenannten Landabnahme schauten die Kampfrichter auf Kondition, Sprungkraft und Beweglichkeit. Außerdem mussten die Jungen eine Kür auf dem Trampolin und im Bodenturnen präsentieren.  
Die 3m-Wettkämpfe erfolgten als spezifische Technikwettkämpfe, bei denen alle Teilnehmer, die gleichen sechs Sprünge (Delphin Schraube, zweifacher Salto etc. ) zeigen mussten. Fünf Punktrichter werteten dabei alle Elemente eines Sprunges, vom Absprung bis zum Eintauchen. Hier kam Wolf Doebel auf Platz 9. Bei dem Wettkampf vom 1-Meter Brett durften die Sprünge frei gewählt werden. Hier sprang Wolf auf Platz 8 und Samuel Conrad auf Platz 13.

Dies ist eine beachtliches Ergebnis zumal die Voraussetzungen der Bundesstützpunkte nicht unterschiedlicher sein können. Anders als in den Kaderschmieden in Berlin, Leipzig, Dresden oder Rostock, die eigene Sprung- und Gymnastikhallen mit Akrobatikbahn, Schnitzelgrube und Trampolinen haben, trainiert Wolf in öffentlichen Schwimmbädern ( im Sommer im Stadionbad und im Winter im Rebstockbad in Frankfurt). Sein Verein, der Höchster Schwimmverein 1893 e.V., ist zwar ausgewiesener Nachwuchs-Stützpunkt in Hessen, muss aber mit viel Improvisationstalent das Training organisieren. Das Gymnastiktraining findet am Beckenrand statt und um neue Sprünge einzuüben, fahren die Kinder des Höchster SV bis nach Köln. Dort gibt es eine Sprunganlage mit „Bubbles“, eine Anlage, die mit kleinen Luftbläschen die Oberflächenspannung des Wassers verringert - und dadurch den Schmerz beim falschen Aufkommen reduziert. Durch die Kooperation mit Mainz kann eine Trockensprunganlage, Trampolin und Akrobatikbahn genutzt werden. Ohne diese Trainings-Möglichkeiten wäre eine Umsetzung des Leistungssportkonzeptes nicht möglich. Susanne Beyer dazu: „Wasserspringen ist eine sehr trainingsintensive Sportart. Bis zu neun Trainingseinheiten absolvieren bereits die elfjährigen Springer, wenn sie ganz nach vorne kommen wollen. Viele wechseln dann ins Internat um Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bringen. Das ist eine schwierige Entscheidung, da dies für unsere Springer mit einem Umzug in ein anderes Bundesland verbunden ist; denn leider haben wir nichts Vergleichbares in Hessen.“

Wer gern einmal Wolf Doebel, seine VereinskameradInnen und andere Springer aus Köln, Trier, Bayreuth und auch Belgien sehen möchte, ist herzlich eingeladen am kommenden Wochenende sich die Springer beim 6.Internationalen Rudi-Altmann-Cup im Stadionbad/ Frankfurt an zu schauen. Die Wettkämpfe beginnen jeweils Samstag und Sonntag um 9h.

Wettkämpfe 2015
28.-29.06.2015           Rudi Altmann CUP, Frankfurt Stadionbad
04.-05.07.2015           Süddeutsche Meisterschaften, Heilbronn
08.-10.07.2015           Deutsche Meisterschaften Jugend A/B, Dresden
17.-19.07.2015           Hessische und Rheinlandpfalz Meisterschaften, Frankfurt Stadionbad 14.-15.11.2015           internationaler Springercup, Mainz
12.12.2015                 Weihnachtsspringen, Gelnhausen

Bildunterschrift: Wolf Doebel (Höchster SV) mit Trainerin Susanne Beyer und Samuel Konrad (SV Gelnhausen) Foto: Susanne Beyer

VON: A. RUBIEN - PRESSEWARTIN HÖCHSTER SV


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