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Schwimmbäder in Hessen

Montag, 15.06.2015

Prävention Bewegungsraum Wasser, Schwimmprüfungen bestätigen Lernerfolge, Aquarunning

Foto: J. Schröder
Foto: J. Schröder

Foto: A. Dietrich
Foto: A. Dietrich

Prävention Bewegungsraum Wasser
17 Teilnehmer_innen waren begeistert. "Wenn Gesundheit so viel Spaß macht, dann sollten wir uns alle um unsere Gesundheit kümmern", brachte es eine von ihnen auf den Punkt. Der Hessische Schwimm-Verband hatte für ein Wochenende zur Profilerweiterung Übungsleiter_in B Bewegungsraum Wasser nach Bad Sooden Allendorf eingeladen. Der Ausbildungsstandort hat sich in den letzten Jahren für Präventionslehrgänge etabliert und bietet ideale Voraussetzungen für Bewegungsangebote die sowohl die Kraftausdauer wie auch die Beweglichkeit und die Entspannungsfähigkeit fördern. Der Referent des HSV, Jörg Schröder, hatte die Vorlage des standardisierten Übungsprogramm G.U.T., das der Landessportbund in verschiedenen Facetten auch für die Angebote an Land anbietet, attraktiv aufbereitet und um wichtige Bausteine ergänzt. „Allein die besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers haben, wenn man sie richtig zu nutzen versteht, eine gesundheitsunterstützende Wirkung", erläutert Axel Dietrich, Vizepräsident Sportentwicklung, die breiten Möglichkeiten, die ein Aufenthalt im Wasser bietet. Da der Aufenthalt im Wasser aber auch immer Risiken birgt, sind alle Übungsleiter_innen verpflichtet, die Rettungsfähigkeit durch das Ablegen der Rettungsschwimmprüfung in Bronze nachzuweisen. Der HSV gratuliert allen neuen und alten Übungsleiter_innen zum Erwerb der Profilerweiterung und wünscht viel Erfolg beim Gesunderhalten im Bewegungsraum Wasser.
Bildunterschrift: Die Teilnehmergruppe vor der Bildungsstätte in Bad Sooden Allendorf (Schröder)
Schwimmprüfungen bestätigen Lernerfolge
Den Wasserdruck und die Wassertemperatur müssen Neueinsteiger in den Bewegungsraum Wasser ebenso erfahren, wie sie die Nutzung des Wasserwiderstandes und des Auftriebs erlernen und die Grundfertigkeiten des Atmens (gegen den Wasserdruck) und Tauchens, des Auftreiben und Schwebens sowie des Rotierens, Gleitens und Antreibens beherrschen müssen. Aus diesen schwimmerischen Grundfertigkeiten entwickeln qualifizierte Kursleiter_innen in den Vereinen die vier Schwimmtechniken. Begleitet werden die Lernfortschritte der Mädchen und Jungen durch die Lernerfolgskontrollen der Schwimmabzeichen. Die erste Prüfung zum Seepferdchen stellt dabei noch keine Überprüfung des Schwimmen Können dar, dennoch ist das bei Eltern wie Kindern gleichermaßen beliebte Abzeichen das auch in 2014 von hessischen Schwimmverein am häufigsten vergebene Abzeichen. 3091-mal haben die 90 Vereine, die sich an der jährlichen Umfrage des HSV beteiligt haben, das Seepferdchen vergeben. Deutlich niedrigen liegen die Zahlen beim den Prüfungen zum Jugendschwimmabzeichen in Bronze (1646), Silber (874) oder Gold (458). Die Ursachen hierfür sind sicherlich vielfältig. „Dabei können wir nur spekulieren", erläutert der Vizepräsident Sportentwicklung, Axel Dietrich, die Ergebnisse der Umfrage. „Da sind zum einen die Eltern, die ihre Kinder nach dem Erwerb des Seepferdchen aus den Vereinsangeboten zurückziehen, da sind zum anderen, abweichende Zielsetzungen in der Vereinsarbeit und da sind zum Dritten die in vielen Bädern fehlenden Voraussetzungen insbesondere für das Tauchen und Springen", zählt der HSV Funktionär mögliche Gründe auf. „Die erste Nachbefragung der sogenannten KISS-Studie ergab, dass über 85 Prozent der in Deutschland lebenden Kinder über 5 Jahren schwimmen können, dass widerspricht den Erfahrungen der meisten Praktiker in den Vereinen". Doch auf dem zweiten Blick wird deutlich, woher diese überzeugenden Zahlen stammen. Die Autoren der Studie stützen ihre Ergebnisse auf eine Befragung der Eltern und der Schüler_innen selber. „Und wenn viele der Auffassung sind, dass das Seepferdchen ausreichend ist, um nachzuweisen, dass man Schwimmen kann, dann stellen sie ihre Lernbemühungen frühzeitig ein". Ein Drittel der sich rückmeldenden Vereine bildet gar nicht aus (33 %). Auch hierfür sind die Ursachen unterschiedlich vielfältig und sollten nicht zu einer vorschnellen Verurteilung führen. Einige Vereine haben für ihre Wasserangebote die Zielgruppe Erwachsene/Ältere und schreiben die Anfängerausbildung deshalb nicht auf ihre Agenda. Andere Vereine würden gern ausbilden, kämpfen aber seit Jahren mit den Kommunen über geschlossene Schwimmbäder. In diesen Sachverhalten sind es insbesondere die kleinen Schulschwimmbäder oder Schwimmhallen, deren Lobby in der Öffentlichkeit bei ihrer Schließung nicht so lautstark ist, die den an guter Ausbildung interessierten Vereinen fehlen. Es bleibt die Gruppe, die die Schwimmausbildung auch die für ihren Wettkampfnachwuchs den Badbetreibern, Rettungsschwimmverbänden oder anderen Bildungsanbietern überlassen (müssen). Da nur eine gute Grundausbildung ein erfolgreiches Grundlagentraining ermöglicht, sollten so viele wie Vereine wie möglich ein Anfängerschwimmen organisieren. Und da eine gute Grundlage auch eine vielfältige Bewegungsförderung voraussetzt ist auch das letzte Ergebnis der Umfrage des HSV gut zu reflektieren. Denn, nach wie vor kaum eine Rolle bei den Schwimmprüfungen spielt das vom Deutschen Schwimm-Verband seit 1991 angebotene Vielseitigkeitsabzeichen Seehund TRIXI. Die Anforderungen, die bei TRIXI an die Prüflinge gestellt werden umfassen zwei verschiedenen Schwimmtechniken, das Dribbeln mit einem Wasserball, einem Sprung, eine sieben Meter langen Tauchstrecke und einer Körperrotation. Ganze 38 erfolgreich abgelegte Prüfungen verteilt auf sieben Vereine stehen in diesem Jahr in der Statistik. Nach 66 Prüfungen in 2013 und 110 Prüfungen in 2012 ein weiterer Rückgang um 42 Prozent. Bestellen können Vereine die Urkunden und Aufbügler für Seehund TRIXI über die Homepage des HSV (www.hessischer-schwimm-verband.de) oder per Fax in der Geschäftsstelle. Dieser Vertriebsweg existiert auch für die Jugendschwimmpässe, die Deutschen Schwimmpässe und die Leistungsschwimmpässe.  
Aquarunning in diesem Jahr vor den Ferien
Der Hessische Schwimm-Verband hat aus den Erfahrungen mit den späten Ferienterminen und dem häufigen Niedrigwasser der vergangenen Jahre die Konsequenzen gezogen und lädt alle Aquabegeisterten in diesem Jahr bereits am 18. Juli an den Edersee ein. Gemeinsam mit Läuferinnen und Läufern aus ganz Hessen und aus den angrenzenden Bundesländern heißt es um 14.00 Uhr wieder Start zum Outdoor Aquarunning. 2000 m nicht über aber durch den See sollten gelaufen werden, am Ende locken die Urkunde und eine kleine Anerkennung auf die Sportlerinnen und Sportler. Anmeldungen mit dem Namen des Vereins und der Anzahl der Sportler bitte formlos an die Geschäftsstelle. Das Startgeld beträgt 6,00 EURO. Bildunterschrift: Nach dem Lauf ist vor dem Lauf – Teilnehmerinnen im Ziel an der Badestelle Rehbach 

VON: AXEL DIETRICH - VIZEPRÄSIDENT


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