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Mittwoch, 22.06.2016

Bericht Bezirkskindervergleich Schwimmen 2016 - Siegesserie vom Bezirk Mitte gerissen

TN Bezirk Süd Kivgl 2016. Foto: J. Stromberg
TN Bezirk Süd Kivgl 2016. Foto: J. Stromberg

Nach 21 Jahren verlässt der Wanderpokal des Bezirkskindervergleiches den Bezirk Mitte und findet sein neues zuhause im Bezirk Süd. Somit ist der Bann gebrochen, der Mitte Jahr um Jahr immer wieder zum Sieger des Kindervergleiches machte. Beim Bezirkskindervergleich treten die Auswahlmannschaften der vier hessischen Bezirke (Nord, West, Mitte, Süd) sowohl an Land als auch im Wasser gegeneinander an. Jede Übung gibt Punkte und aus deren Summe ergibt sich wiederum der Sieger. Die Auswahlmannschaften werden von den Bezirksschwimmwarten während der Bezirksmeisterschaften aufgestellt und richten sich nach den dortigen Platzierungen aus.  
Die Mannschaften reisten am Samstag in der Jugendherberge Linsengericht an und bezogen ihre Zimmer. Aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Wochen stand das Außengelände der Herberge unter Wasser und es musste improvisiert werden. Auf dem Parkplatz konnte ein Teil der athletischen Übungen durchgeführt werden. So begann der Kindervergleich mit einer Sprint-Staffel. HSV Nachwuchstrainer Martin Lobstedt gab das Startkommando und die Bezirke rannten was das Zeug hielt. Während des Rennens lag mal Süd, mal Mitte, mal West und mal Nord vorne. Es blieb spannend bis zum Schluss, doch da konnte sich in einem spannenden Kopf-an-Kopfrennen der Süden durchsetzen. Gleich danach mussten die Bezirke in noch einer Staffel dran: Die Dreisprungstaffel. So war hier das Ziel einen Ring anzuheben, drei Sprünge zu machen, den Ring abzulegen und zurück zu seiner Mannschaft zu sprinten. Dann musste der nächste zum Ring sprinten, wieder drei Sprünge machen und wieder zurückrennen. Wer als erstes den Reifen über die Ziellinie bringt hat gewonnen. Auch hier gab es wieder ein sehr interessantes Rennen, das sich knapp zwischen Süden und Mitte entscheiden sollte, doch es war nicht klar, was die Ziellinie ist. Wo der Bezirk Mitte davon ausging, dass das am anderen Ende des Parkplatzes zur Linie ausgelegte Seil als Ziellinie diente, war für Süden klar, dass dieses Seil nur die Wendemarkierung ist und der Ring von diesem Seil wieder zurück zur vage durch Hütchen angedeutete Startlinie zurückgebracht werden musste. Durch diese Unklarheit und dem Mangel an schnellen Informationen seitens des Organisators, der zu diesem Zeitpunkt damit beschäftigt war die Ringe anderer Mannschaften zu verschieben, konnte Süd sich den ersten Platz, West den zweiten und Mitte den dritten sichern. Nord landete hier auf dem vierten Platz.  
Danach gab es Abendessen. Die Küche der Jugendherberge servierte ausreichend Pizza und jede Menge Salat. Währenddessen hieß es für die Auswahlmannschaften sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten: Sit-Ups und Liegestütz. Diese beiden Übungen konnten in einem Raum der Jugendherberge absolviert werden.
Hierzu fanden sich einzeln die Auswahlmannschaften im Raum ein. Die Sit-Ups wurden in drei Schwierigkeitsstufen absolviert: Arme seitlich geführt, Arme auf der Brust verschränkt und abschließend mit einem Stab zwischen Nacken und Armen. Nur wer die vorrangegangene Schwierigkeitsstufe geschafft hat, durfte sich an der nächsten probieren. Es wurde auf ordentliche Ausführung geachtet.  
Bei den Liegestützen sollte ein Buzzer mit der Brust gedrückt werden. Pro Berührung des Buzzers gab es einen Punkt. Hierbei ging es jedoch nicht nur um die ordnungsgemäße Ausführung, sondern auch um Schnelligkeit. So hatten die Sportlerinnen und Sportler 20 Sekunden Zeit um möglichst viele Punkte zu holen.  
Danach ging es direkt ins Bett, am kommenden Tag sollte Leistung im Wasser gebracht werden. Außerdem wurde die erste ernüchternde Zwischenbilanz gezogen:
Süd stand auf Platz eins mit 160 Punkten, gefolgt von West mit 130 Punkten. Danach kam Mitte mit 120 Punkten und das Schlusslicht bildete Nord mit 70 Punkten.  
Am Sonntag ging es dann mit dem Bus nach Gelnhausen ins Barbarossabad. Der Himmel war teils bewölkt, teilweise sah man aber auch blaue Stellen. Die Wassertemperatur betrug angenehme 27 Grad. Bezirk Mitte - der die vergangenen 21 Jahre immer gewonnen hatte - musste 40 Punkte rausholen. Eine schwierige, aber machbare Aufgabe. So konnte Mitte direkt Beginn mit der Koordinationsstaffel überzeugen und schwamm sich auf den ersten Platz, gefolgt von Süd. Doch die darauffolgenden 100m Burst und 100m Rücken konnte Mitte nicht für sich entscheiden und Süd baute seinen Vorsprung wieder aus. Einen Hoffnungsschimmer brachten die 6*50 Freistilstaffeln mit sich, die beide Mitte für sich entscheiden konnte und den Punkteabstand zu Süd auf 30 Punkte zur Mittagspause reduzierte.  
Nach einiger Lobbyarbeit wurde noch das Tauziehen nachgeholt, welches eigentlich hätte am Samstag stattfinden sollen. So traten jeweils 6 Kinder gegeneinander an und musste das Seil bis zu einer bestimmten Markierung zurückziehen. So kam es zwar aufgrund ungenügender Vorbereitung, welcher der Spontanität der Durchführung geschuldet sein mag, zu Formfehlern und Unklarheiten welche Mannschaft wann gegen wen antritt. Es war einen Überraschungseffekt gegen wen die Kinder als nächstes ziehen werden. So wurde von Seiten des Athletikbeauftragten eine Mannschaftsaustellung nach Wichtigkeit des Zuges und Stärke der Kinder unmöglich gemacht.  
Trotz des rutschigen Bodens und der ungeeigneten Stelle konnte Mitte den Bezirk Süd den Berg hinauf zu ihrem Kegel ziehen. Außerdem setzte sich Mitte gegen Nord, West gegen Mitte und Nord, und Süd gegen West und Nord durchsetzen. So gingen aufgrund eines Gleichstandes sowohl Süd, Mitte und West mit 35 Punkten aus dem Zug hervor, Nord mit 15 Punkten. Die Hoffnung, dass das Tauziehen für Klarheit in der Punktetabelle sorgen würde, war damit zunichte gemacht. Süd führte weiterhin mit 30 Punkten, gefolgt von Mitte, West und Nord.  
Im zweiten Abschnitt zeigte die Mannschaft aus Mitte, warum ihr Bezirk die vergangenen Jahre immer wieder gewonnen hat: Sie kamen, schwammen und siegten. Und siegten nochmal. Und nochmal. Die Differenz zwischen Süd und Mitte wurde immer kleiner, der Abstand von West auf Mitte immer größer. Die Finale Entscheidung fiel bei der 8*50m Lagenstaffel, dem letzten Wettkampf. Mitte musste Erster werden, Süd Dritter. Wer Zweiter wird war völlig egal. Die ersten drei Wechsel führte Süd, doch plötzlich wendete sich das Blatt: Mitte überholte.
Nach verzweifelten Anfeuerrufen gelang es West jedoch nicht mehr Süd zu überholen und Süd schlug als Zweiter an. Somit war klar: Süd gewinnt mit 379 Punkten zum ersten Mal seit mehreren Jahrzehnten den Bezirkskindervergleich. Mitte gab sich mit 5 Punkten Abstand (374 Punkte) geschlagen und bezog den zweiten Platz. West eroberte sich mit 296 Punkten den 3 Platz und überlies dem Norden mit 146 Punkten den vierten Platz. So ist ein 21 Jahre andauernder Bann gebrochen und Mitte konnte seine Siegesserie nicht fortsetzen. Über einen Betreuerwechsel wird gemunkelt, jedoch möchte sich Manuel Martin (Bezirkschwimmwart Mitte) dazu noch nicht äußern, jedoch versprach er, Konsequenzen zu ziehen. Aus anderen Quellen vernimmt man eine unbefristete Beurlaubung der Mitte-Betreuer.  
Doch auch wenn Mitte nicht den Bezirkskindervergleich gewonnen hat, so ist dieser Bezirk ganz klar der Sieger der Herzen. Kein anderer Bezirk hat für so eine gute Stimmung gesorgt!
Ein großer Dank geht an den SV Gelnhausen, der den Kindervergleich dieses Jahr organisiert und die Kinder in der Mittagspause mit leckeren Nudeln versorgt hat! Außerdem einen herzlichen Dank an alle Betreuer die dieses Jahr mitgewirkt haben. Ohne Euch wäre dieser Bezirkskindervergleich niemals so großartig geworden wie er dieses Wochenende war! Zudem gratulieren wir dem Bezirk Süd und seinem Jugendwart Patrick Dullin, welcher seit Jahren mit Nachdruck versuchte Süd auf den ersten Platz zu bekommen und diesen Erfolg aus terminlichen Gründen leider nicht mitfeiern konnte. Schade, Patrick!

VON: JONAS STROMBERG - JUNIORENTEAM DER SJH


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