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Mittwoch, 22.November.2017

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Montag, 29.05.2017

Bericht der Hessischen Meisterschaften 2017 im Europabad in Wetzlar

Star 50 F Foto: S. Sonnenschein
Star 50 F Foto: S. Sonnenschein

Klasse Leistungen und vier Bahnrekorde

Im beschaulichen Wetzlar wurden in diesem Jahr am 20. und 21. Mai die  Hessischen Meisterschaften ausgeschwommen. Es wurde dank der hervorragenden Organisation des Gastgebers TV Wetzlar eine sehr schöne Veranstaltung in einen angemessenen Rahmen inklusive einigen herausragenden sportlichen Leistungen. Ebenfalls konnte das gute Kampfrichterteam, das Protokoll-Team um Manuel Martin sowie die Schwimmjugend Hessen, die sich im Eingangsbereich um die Verpflegung kümmerte zum Gelingen des Wettkampfes beitragen.

Als der heimische TV am Samstag morgen die Türen aufschlossen, stürzten sich knapp 480 Schwimmerinnen und Schwimmer ins innere des Europabades, unter Ihnen Weltmeister Marco Koch und Deutschlands Rücken-Ass Jan-Philip Glania, die es sich traditionell nicht nehmen lassen, bei den Landesmeisterschaften ihre „Visitenkarte“ abzugeben. Ganz nebenbei konnte die beiden wie viele andere Athletinnen und Athleten ihre Form für die wenige Wochen später stattfindenden Deutschen Meisterschaften testen. Insgesamt kamen am 251 Schwimmerinnen und 227 Schwimmer aus 48 Vereinen nach Mittelhessen. Den Löwenanteil an den 2037 Einzel- und 88 Staffelstarts machte der SC Wiesbaden, mit 193 Einzelstarts aus. Ebenso gingen die Landeshauptstädter mit acht Staffeln ins Wasser. Auch  der DSW Darmstadt (176/6) die SG Frankfurt (167/7) waren oft im Becken vertreten.

Traditionell werden bei den Hessischen Meisterschaften vormittags die Vorläufe über die 50 und 100m Strecken geschwommen, mittags dann die offenen Finals, für die sich die jeweils acht Schnellsten qualifizieren. Die längeren Strecken werden generell nur als Zeitläufe ausgetragen. Insgesamt wurden in Wetzlar 167 Wertungen durchgeführt, davon 32 in der offenen Wertung. Erfolgreichste Mannschaft wurde die SG Frankfurt mit 44 Gold-, 32 Silber und 19 Bronzemedaillen. Aber auch Athletinnen und Athleten des DSW Darmstadt (24/13/20) und des SC Wiesbaden (17/18/20) konnten oft an die Siegerehrungen teilnehmen. Über die 16 Einzelstrecken gab es in der offenen Wertung so viele Sieger wie selten zuvor. So konnten sich bei den Damen insgesamt 13 verschiedene Schwimmerinnen in die Siegerliste eintragen, davon dreimal Luna Mertins von der SG Frankfurt.
Auch Rosalie Käthner von den Wasserfreunden Fulda konnte sich zweimal die Goldmedaille abholen. Bei den Männern standen insgesamt elf unterschiedliche Schwimmer ganz oben auf dem Podest. Fünf Athleten betraten einmal mehr als alle anderen das oberste Treppchen. Dies waren die Frankfurter Jan-Philip Glania, Christian Schade und Julian Haller sowie Julius Flohr und Marco Koch vom DSW Darmstadt. Letzterer erschwamm sich am Sonntag einen Doppelsieg über 50 und 200m Brust, die er beide mit Bahnrekord absolvierte. Die 27,98 sek über die 50m sowie  die 2:10,62 min über die vierfache Strecke war die schnellsten jemals im Europabad geschwommen Zeiten. Die Leistung über 200m Brust brachten 919 Punkte, welche auch die beste Leistung der Veranstaltung war.
Ebenso konnten sich zwei DSWlerinnen neue Bahnrekorde sichern. Die 16-jährige Anna Elendt gewann über 50m Brust in 32,04 sek und holte mit 778 Punkte sich neben der punktbesten weiblichen Leistung auch die Goldmedaille aus den Händen von HSV-Präsident Werner Freitag und von Vize-Präsident Stefan Sonnenschein ab. Den anderen Bahnrekord knackte Elendts Teamkameradin Reva Foos, die die 100m Freistil in 56,77 sek zurücklegte. Bei den HM wurde aber nicht nur in der offen sondern auch in den Jahrgängen gewertet. Bei den Damen wurde von 2003 bis 2000 jahrgangsweise gewertet plus die Juniorenwertung 1998/99. Bei den Herren waren dies 2002 bis 2000 und ebenfalls 1998/99. Erfolgreichste Medaillensammlerin war Luna Mertins (Jg. 1999), die neben ihren drei offenen Titeln auch noch sechsmal in der Juniorenwertung triumphieren konnte. Bei den Jungs waren dies mit jeweils vier Goldmedaillen Danny Schmidt (2001) aus Fulda und SGF-Schwimmer Sebastian Pierre-Louis (2000).

Auch acht Staffeln-Titel wurde in Wetzlar gekämpft. Hier konnte sich das Team vom SC Wiesbaden in drei Staffeln durchsetzen. Über 4*100F männlich sowie über die männliche und weibliche 4*200m Freistil konnten sich die Wiesbadener gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Dreimal konnte auch der DSW Darmstadt jubeln. Die Mannschaft aus Südhessen gewann beide Staffeln über 4*100m Lagen sowie die Mixed-Staffel über 4*100m Freistil. Die Lagen-Mixed-Staffel gewann die SG Frankfurt und bei den 4*100m Freistil weiblich schlug der Hofheimer SC als Erstes an. Allerdings gab es bei den Hessischen Meisterschaften 2017 noch eine schöner Geschichte. Das frisch vermählte Schwimmer-Ehepaar Luisa-Marie und Stefano Razeto vom EOSC Offenbach konnte über die 50m Schmetterling einen Doppelsieg einfahren. Kurios war auch das Finale über 50m Freitstil, in dem beide mit 673 exakt die gleiche Punktzahl erreichten.

Bilder der Veranstaltung finden Sie in unserer Mediathek.

VON: INGMAR ZACHARIAS - HSV BERICHTERSTATTER


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