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Freitag, 24.November.2017

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Schwimmbäder in Hessen

Montag, 30.05.2016

Weltklasse an der Internationalen Schule Frankfurt

Trainer Hessen mit A. Peirsol. Foto: U. Groh
Trainer Hessen mit A. Peirsol. Foto: U. Groh

Kim und Aaron. Foto: U. Groh
Kim und Aaron. Foto: U. Groh

Meet and Greet mit Kimberley Vandenberg und Aaron Peirsol
Am vergangenen Dienstag fand sich Schwimm-Prominenz in der Schwimmhalle der International School Frankfurt in Sindlingen ein: Drei Olympia-Teilnahmen mit sieben Medaillen (5x Gold, 2x Silber), dazu vier Teilnahmen bei Weltmeisterschaften mit 16 Titeln – das ist ein Teil der beeindruckenden Bilanz der Schwimmkarriere von Aaron Peirsol. Während dieser Zeit verbesserte er dabei fünfmal die Langbahn-Weltrekorde über 100 bzw. 200m Rücken (zuletzt bei der WM in Rom 2009). Seine Begleitung Kim Vandenberg kann unter anderem mit Olympischer Staffel-Bronze, und einer Silbermedaille bei der WM in Melbourne über 200m Schmetterling als Erfolge aufwarten. Gemeinsam touren sie von Zeit zu Zeit durch die Welt, um schwimmbegeisterten Jugendlichen Tipps zu geben, die Ihnen selbst auf ihrem Weg im Schwimmsport geholfen haben, und um mit der Begeisterung, die sie immer noch für ihren Sport haben, vielleicht auch das ein oder andere (olympische) Feuer zu entzünden.  
In zwei Blöcken, an denen jeweils ca. 20 Kinder und Jugendliche teilnahmen, gab es neben den obligatorischen Autogrammen auch die Möglichkeit Fragen zu stellen, sich mit Ihnen und den gewonnenen Medaillen fotografieren zu lassen, und natürlich sich beim „Meet and Greet“ mit den beiden Stars der Schwimmszene ganz normal zu unterhalten.
Kim Vandenberg berichtete hier von ihren Plänen sich in den kommenden Wochen noch einmal für das Team der Vereinigten Staaten für die Olympischen Spiele zu qualifizieren; Aaron Peirsol dagegen plant nur als Zuschauer an den Spielen teilzunehmen, und hofft auf eine Weiterentwicklung des Sports, der dann auch gegebenenfalls seine beiden immer noch gültigen Weltrekorde zum Opfer fallen würden.
Beide hoben hervor, dass einer der wichtigsten Bausteine einer sportlichen Leistung eine gesunde Ernährung sei, bei der „auch mal“ Platz für Fast-Food sei, aber in erster Linie gelte es sich vernünftig zu ernähren.
Der sportlichen Technik räumten beide ebenfalls eine große Rolle ein; sie ermögliche es einem Sportler erst, seine absolut beste Leistung zu entwickeln. Zur Veranschaulichung, wie man sich hier verbessern könne, stiegen beide dann auch ins Wasser und demonstrierten bzw. übten gemeinsam mit den Teilnehmern einige Dinge, die ihnen selbst geholfen hatten. Aaron legte hier sein Augenmerk auf die Entwicklung der richtigen Beinarbeit zur Unterstützung der Körperrotation beim Rückenschwimmen, was auch die Grundlage für einen guten Schwimmrhythmus darstelle. Ebenso versuchte er die Teilnehmer für die Vorteile eines guten Wassergefühls zu sensibilisieren, was wesentlich zum Einsparen von Energie, aber auch zur Entwicklung von „Druck“ beiträgt. Diese Dinge würde er auch immer zuerst üben, bevor er daran gehe harte Trainingsserien zu schwimmen. Kim stellte einige Aufgaben vor, mit deren Hilfe die Delphinbewegung und der Bewegungsrhythmus entwickelt oder verbessert werden kann. Besonderes Augenmerk legte sie hierbei darauf, dass der Ursprung der Bewegung im Oberkörper- und Rumpfbereich liegen müsse; die Bewegung setze sich dann bis in die Fußspitzen fort. Weiter hob sie hervor, dass es energiesparend und daher wichtig sei, dass die Arme möglichst flach über das Wasser zurückgeführt würden.  
Nach fast zwei Stunden Konzentration beim Techniktraining erhielten die Teilnehmer noch die Möglichkeit ein 25m-Rennen gegen ihren jeweiligen Wunschgegner zu schwimmen. Hier kam es immer wieder mal auch zu knappen Entscheidungen, in Einzelfällen auch zu Siegen über die Olympioniken.  
Bei der Abschussbesprechung betonten beide nochmal, dass Sport sich immer weiter entwickelt. Wer nichts Neues ausprobiert, kann sich auch nicht weiterentwickeln. Daher müsse man immer offen für neue Dinge sein, auch und gerade wenn sie sich seltsam anfühlen.  
Für den außenstehenden Beobachter entstand der Eindruck, dass alle Beteiligte großen Spaß bei der Veranstaltung hatten. Das war natürlich nicht zuletzt der Art und Weise geschuldet, mit der Kim Vandenberg und Aaron Peirsol die jeweils dreistündigen Abschnitte gestaltet hatten. Da sowohl die Verantwortlichen der ISF als auch die beiden Top-Athleten versicherten, dass der Kontakt weiter gepflegt werden solle, besteht die Hoffnung, dass eine vergleichbare Veranstaltung in nicht allzu ferner Zukunft wieder stattfinden wird. Die hier Beschriebene war mit Sicherheit eine große Motivation und Inspiration für die teilnehmenden Jugendlichen, aber auch für die anwesenden Trainer.
An dieser Stelle sei auch nochmal vielen Dank an die Verantwortlichen der International School Frankfurt für das Engagement im Zusammenhang mit der Initiierung und Durchführung dieses Events gesagt.  

VON: MARTIN LOBSTEDT - LANDESTRAINER


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