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Donnerstag, 23.November.2017

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Donnerstag, 12.05.2016

Die erste olympische Auslese – HESSEN schaffen Sprung auf „Longlist“ für RIO

Die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro finden vom 05. bis zum 21. August 2016 statt. Bereits 107 Tage vor Eröffnung der Sommerspiele wurde am 21. April das Olympische Feuer im Heiligen Hain des antiken Olympia in Griechenland entzündet. In traditioneller Zeremonie wurde das Feuer um 11:53 Uhr mit einem Parabolspiegel durch die Strahlen der Sonne entfacht.  
Vom Tempel der Hera aus nahm die Fackel ihren Weg quer durch Griechenland. Dann ging es in die Schweiz nach Lausanne, dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees. Seit 03. Mai ist das Feuer in Brasilien und begann in der Hauptstadt Brasilia die rund 20.000 Kilometer lange Stafette durch 329 Städte des Gastgeberlandes Brasilien, an der 12.000 Fackelträger beteiligt sein werden.  
Mit Ende der 128. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen am Sonntag den 08. Mai können nun auch einige Schwimmerinnen und Schwimmer ihre Reiseplanungen nach Südamerika in Angriff nehmen und damit dem Olympischen Feuer nach Rio de Janeiro folgen. Die Titelkämpfe von Berlin waren Teil eins der Olympia-Qualifikation. Berechtigte Hoffnungen die Eröffnungsfeier der 31. Sommerspiele am 05. August im Maracana-Stadion  mitzuerleben, dürfen sich alle Athleten machen, die es am Ende der diesjährigen Titelkämpfe auf die sogenannte „Longlist“ von Chef-Bundestrainer Henning Lambertz geschafft haben. Hierfür mussten die Schwimmer im Berliner Europasportpark an der Landsberger Allee in den  Vor- und Endläufen die Normzeiten unterbieten.  
Erfreulich, dass gleich drei HESSEN in fünf Einzelwettbewerben die Norm für RIO unterboten:
Sarah Köhler (SG Frankfurt) 400m Freistil + 800m Freistil,
Jan-Philip Glania (SG Frankfurt) 100m Rücken + 200m Rücken,
Marco Koch (DSW Darmstadt) 200m Brust.
Der Hessische Schwimm-Verband gratuliert den drei Sportlern zu dieser fantastischen Leistung, aber auch den beiden HSV-Stützpunkttrainern Michael Ulmer (Frankfurt) und Alexander Kreisel (Darmstadt). Ihr habt tolle Arbeit geleistet!

                                

Um das Reise-Ticket gen Brasilien auch schlussendlich zu erhalten, müssen die Athleten aber noch eine zweite Qualifikationsstufe überstehen. Bei einem weiteren Wettkampf sind erneut in Vor- und Endlauf Normen zu knacken, die im Vergleich zur deutschen Meisterschaften um 1,5 Prozent langsamer sind. Dieser Leistungsnachweis kann bei der Mare Nostrum Tour Anfang Juni oder einen Monat später bei den German Open in Berlin erbracht werden.  
Aber nicht nur Freude und ein breites Grinsen war den Gesichtern unserer hessischen Sportler in Berlin zu entnehmen. Verständlich tief saß der Frust nach den Deutschen Meisterschaften bei Alexander Kunert und Jenny Mensing. Beide wollten selbstverständlich auch bei den Titelkämpfen ihre Tickets für die Sommerspiele 2016 lösen.  
Maßlos enttäuscht und riesengroß war der Frust bei Alexander Kunert (SV Gelnhausen) nach dem 200m Schmetterling-Finale beim Blick auf die Anzeigentafel: Deutscher Meister auf seiner Paradestrecke, aber Olympia-Norm verpasst. Der Traum von seinen ersten Olympischen Spielen war nach 1:57,11 (Norm 1:56,33) geplatzt. Dabei begann der Tag so verheißungsvoll: noch im Vorlauf am Morgen erzielte er eine tolle neue Bestzeit (1:57,05) und unterbot klar die geforderte Vorlaufnorm.  Jetzt heißt es für ihn: DM abhaken und bei den Europameisterschaften in der kommenden Woche in London zeigen, was er wirklich drauf hat!  
Die zweifache Europameisterin Jenny Mensing (SC Wiesbaden) verpasste sowohl über 100m als auch über 200m Rücken in den A-Finals die Rio-Norm. Entsprechend verärgert und groß war der Frust nach den Wettbewerben, besonders nach den 200m Rücken. Aber hat sie vielleicht doch noch eine allerletzte Chance über die 100m Rücken sich für die 4x100m Lagen-Staffel zu qualifizieren? Hierfür muss sie aber schnellste Deutsche über die Strecke werden, um eine der begehrten Olympia-Fahrkarten in allerletzter Minute zu ergattern. Einen Wettkampf hat sie dafür noch: entweder bei der Mare Nostrum Tour im Juni oder bei den German Open in Berlin Anfang Juli.  
Damit hat, genau wie für Jenny Mensing, für einige weitere Sportler mit dem Ende der Deutschen Meisterschaften der Kampf um die Plätze in den Deutschen Staffeln gerade erst begonnen, denn bei der Nominierung für die Team-Wettbewerbe greift der DSV nicht einfach auf die ersten vier der Finals von Berlin zurück, sondern alle Schwimmer, die in den Endläufen über die 100 und 200m Freistil standen, haben die Möglichkeit sich eines der Staffeltickets für die 4x100m und 4x200m Freistilstaffeln zu schnappen. Sehr gut sieht es momentan für Marco Di Carli (4x100m Freistil) und Sarah Köhler (4x200m Freistil) aus, auch wenn hier noch nichts entschieden ist. Sogar Reva Foos, als Endlaufteilnehmerin über 200m Freistil, kann den Sprung nach RIO noch schaffen.  
Nach Ende der DM mussten die Sportler dem Bundestrainer Henning Lambertz mitteilen, auf welchem Wettkampf (Mare Nostrum Tour oder German Open) sie versuchen wollen, sich in das jeweilige Staffelteam zu schwimmen. Damit dürften es für alle Beteiligten zwei spannende Monate bis zur endgültigen Nominierung durch den DOSB am 12. Juli werden. Drücken wir also weiterhin unseren HESSEN ganz fest die Daumen!  
Nicht vergessen dürfen wir natürlich Christian Reichert (Wiesbaden), der Mitte Juni beim Freiwasser-Weltcup in Portugal auch noch sehr gute Chancen hat sich das letzte Olympia-Ticket über die 10km zu erkämpfen.  

VON: STEFAN SONNENSCHEIN - VIZEPRÄSIDENT


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